Zehn Jahre Haft?

Mutmaßlicher IS-Terrorist "Abu Zulfikar" gesteht

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Ein 23-Jähriger hat vor Gericht zugegeben, sich der Terrormiliz IS angeschlossen zu haben.

Düsseldorf - Der mutmaßliche IS-Terrorist "Abu Zulfikar" hat gestanden, sich in Syrien dem sogenannten Islamischen Staat angeschlossen zu haben.

Er bestritt aber am Freitag vor dem Düsseldorfer Oberlandesgericht, an Kampfeinsätzen teilgenommen zu haben - obwohl er mit einem Splitter im Bein nach Deutschland zurückgekehrt war und gegenüber Bekannten behauptet hatte, 16 Menschen getötet zu haben. Damit habe er sich nur wichtig machen wollen, behauptete der Angeklagte.

„Das Foto von mir mit der Kalaschnikow und Kampfmontur ist kurz nach meiner Ankunft aufgenommen worden. Das war nur zum Posen.“ Er habe aber kämpfen wollen, räumte der 23-Jährige in der schriftlichen Erklärung ein, die seine Verteidigerin verlas.

Er ist bereits der dritte Angeklagte, der in diesem Jahr in Düsseldorf gestanden hat, sich in Syrien dem Islamischen Staat angeschlossen zu haben. Die Anklage wirft ihm vor, der Terrormiliz IS angehört und bis Anfang 2015 unter dem Namen „Abu Zulfikar“ in Syrien gekämpft zu haben. Die Bundesanwaltschaft hatte ihn zunächst auch wegen Mordes angeklagt. Doch dem Oberlandesgericht und dem Bundesgerichtshof waren der Mordvorwurf zu vage. Somit drohen dem Angeklagten noch maximal zehn Jahre Haft wegen Mitgliedschaft in einer terroristischen Vereinigung.

dpa

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