Schnelles Internet treibt Umsatz bei Kabel Deutschland

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Der Umsatz kletterte im Vergleich zum vorherigen Geschäftsjahr um 6,3 Prozent auf 2,02 Milliarden Euro. Foto: David Ebener

Mehr Umsatz und wieder schwarze Zahlen: Die Geschäfte der Vodafone-Tochter Kabel Deutschland laufen rund. Noch nicht beendet sind allerdings die Auseinandersetzungen mit einem Hedgefonds.

Unterföhring (dpa) - Die Vodafone-Tochter Kabel Deutschland profitiert von der wachsenden Nachfrage nach schnellen Internetanschlüssen. Nach der Übernahme durch den britischen Telekommunikationsriesen schreibt der größte deutsche Betreiber von TV-Kabelnetzen inzwischen auch wieder schwarze Zahlen.

Das teilte der Konzernin München bei der Vorlage der Zahlen für das Geschäftsjahr 2014/2015 mit. Vor einem Jahr hatte der Kabelnetzbetreiber infolge der rund 11 Milliarden Euro schweren Übernahme durch Vodafone noch einen Verlust von 68 Millionen Euro ausgewiesen.

Der Umsatz kletterte im Vergleich zum vorherigen Geschäftsjahr um 6,3 Prozent auf 2,02 Milliarden Euro. Der Konkurrent der Deutschen Telekom fuhr nach eigenen Angaben insbesondere in ländlichen Regionen die Investitionen für den Netzausbau hoch.

Getrieben ist das Geschäft von Kabel Deutschland vor allem von den schnellen Internetanschlüssen im Kabelnetz. Über das Jahr konnte das Unternehmen, das bundesweit mit Ausnahme der drei Bundesländer Nordrhein-Westfalen, Hessen und Baden-Württemberg vertreten ist, 450 000 neue Internetanschlüsse verkaufen - immer mehr davon mit hohen Geschwindigkeiten von 100 Megabit pro Sekunde (Mbps).

Die Zahl der herkömmlichen TV-Kabelanschlüsse ging dagegen etwas zurück. Allerdings konnte Kabel Deutschland bei den bestehenden Kabelkunden auch mehr lukrative Fernsehpakete verkaufen.

Vorstandschef Manuel Cubero rechnet weiter mit Zuwächsen: Im laufenden Geschäftsjahr sollen Umsatz und bereinigtes Ergebnis (Ebitda) prozentual im mittleren bis hohen einstelligen Bereich zulegen.

Schwierige Themen für das Management und Vodafone bleiben aber: Im Zuge der Übernahme durch Vodafone macht der Hedgefonds Elliott von Investor Paul Singer nach wie vor Ärger. Nachdem eine im März einberufene außerordentliche Hauptversammlung dem Ansinnen von Elliott widersprach, eine weitere Sonderprüfung durchzuführen, will der Finanzinvestor dies seit Mitte April vor Gericht erreichen.

Elliott und Singer wollen damit eine höhere Zahlung von Vodafone für die Aktien von Kabel Deutschland erstreiten. Das Argument: Die Übernahme sei mit dem von Vodafone seinerzeit gebotenen Preis von 84,53 Euro je Aktie zu günstig gewesen. Elliott hält jüngsten Angaben zufolge rund 13,5 Prozent, Vodafone 76,6 Prozent.

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