Nach Bombenfund in Potsdam

DHL-Erpresser: Polizei warnt mit dieser Grafik vor gefährlichen Paketen

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Verdächtiges Paket? Die Polizei Brandenburg hat eine allgemeine Handlungsempfehlung beim Umgang mit verdächtigen Postsendungen veröffentlicht.

Am Freitagabend wurde auf dem Potsdamer Weihnachtsmarkt ein Bombenalarm ausgelöst. Bei dem abgegebenen Packet handelt es sich um einen Erpressungsversuch gegen die DHL. Wir berichten im Live-Ticker.

  • Die Polizei hat den Potsdamer Weihnachtsmarkt und die Umgebung am Freitag wegen eines Bombenalarms evakuiert.
  • Das gefundene Paket, das in einer nahe gelegenen Apotheke abgegeben wurde, enthielt Nägel und einen sogenannten Polenböller. Es war aber wohl nicht explosionsfähig.
  • Am Samstag öffnete der Weihnachtsmarkt wieder unter verschärften Sicherheitsvorkehrungen.
  • Bei der abgegebenen Paketbombe handelt es sich um einen Erpressungsversuch gegen die DHL.
  • Der Polizeipräsident von Brandenburg warnt vor ähnlich präparierten Sendungen und mahnt zur Vorsicht. 
  • In dem verdächtigen DHL-Paket an die Staatskanzlei in Erfurt wurde kein explosiver Inhalt gefunden.
  • Polizei sucht weiter nach dem DHL-Erpresser

+++ Aktualisieren +++

Update vom Donnerstag, den 7.12.2017

11.28 Uhr: Nach bislang 113 Hinweisen zu der Paketbombe und dem DHL-Erpresser laufen die Ermittlungen der Brandenburger Polizei weiter in alle Richtungen. 

„Es werden mögliche Zeugen befragt und Kontakte zu Hinweisgebern aufgenommen“, sagte eine Polizeisprecherin am Donnerstag. Zudem wurden bislang zwei Dutzend verdächtige Päckchen gemeldet, die jedoch harmlos waren.

Update vom Mittwoch, den 6.12.2017

11.47 Uhr: Noch fahndet die Polizei nach dem DHL-Erpresser und warnt deswegen eindringlich vor dem Öffnen verdächtiger Pakete. Paketbomben explodieren in der Regel erst beim Öffnen. 

Das Polizeipräsidium des Landes Brandenburg hat jetzt eine Grafik mit Handlungshinweisen veröffentlicht:„Unterlassen Sie im Verdachtsfall jegliches weiteres Hantieren mit der Sendung!“ .Welche Merkmale eine verdächtige Postsendung haben könnte, sind dort neben Verhaltensmaßnahmen zu finden. 

11.38 Uhr: Wegen eines verdächtigen Pakets ist in Ulm ein Gebäude evakuiert worden. Der Bereich am Wengentor wurde weiträumig abgesperrt. Es war eine verdächtige Sendung gemeldet worden, die ohne Absender an einen Gewerbebetrieb geschickt worden sei. Dann meldete die Polizei via Twitter Entwarnung. 

Das waren die News vom Dienstag, 5.12.2017

10.19 Uhr: Die Polizei hat 53 Hinweise erhalten und geht allen nach. Doch nach der Erpressung des Paketdienstleisters DHL gibt weiter keine heiße Spur. Über 50 Ermittler fahnden nach dem Absender der Paketbombe. Allein in Postdam wurden gestern zehn auffällige Pakete gemeldet. 

Das waren die News vom Montag, 4.12.2017

16.19 Uhr: Trotz zahlreicher Hinweise gibt es keine heiße Spur. Die Sonderkommission „Luise“ wurde inzwischen auf umbenannt in Soko „Quer“ - angelehnt an den QR-Code, mit dem die Millionenforderung an die DHL gestellt worden war.

Das müssen Paket-Kunden beachten 

16.08 Uhr: Der Paketdienstleister DHL hat einen wichtigen Hinweis für seine Kunden auf Facebook veröffentlicht. Ausdrücklich weist DHL daraufhin, dass nach Auskunft der Polizei Pakete jedoch nur eine Bedrohung darstellen würden, wenn sie aktiv geöffnet werden.

Kunden empfiehlt das Unternehmen, vorerst nur Sendungen von bekannten Absendern oder die selbst bestellt wurden anzunehmen.

Anhaltspunkte für ein verdächtiges Paket sind:

  • fehlender oder unvollständiger Absender 
  • auffällige Rechtschreibfehler 
  • Flecken oder Verfärbungen am Paket 
  • Drähte oder Auffälligkeiten am Paket

14.41 Uhr: Das verdächtige Paket an die Thüringer Staatskanzlei hat nach Ermittlungen der Polizei keinen explosiven Inhalt. Erste Röntgenuntersuchungen hätten dies laut einem Sprecher der Staatsanwaltschaft Erfurt ergeben. Spezialisten öffneten das Paket und machten eine spektakuläre Entdeckung: Die mögliche Wurfgranate entpuppte sich als zusammengerollte Kataloge.

Die Polizei warnt jedoch weiter vor möglichen gefährlichen Postsendungen. Im Zweifel sollen Bürger auf jeden Fall die Polizei informieren.

12.20 Uhr: Ein weiteres verdächtiges DHL-Paket mit explosivem Inhalt ist in der Thüringer Staatskanzlei in Erfurt eingegangen. Mitarbeiter seien auf das Paket aufmerksam geworden, es sei von der Polizei sichergestellt worden, sagte Thüringens Ministerpräsident Bodo Ramelow (Linke) am Montag der Deutschen Presse-Agentur in Erfurt. 

Nach einer ersten Vorprüfung habe die Polizei von einer möglichen Wurfgranate gesprochen. Ob sie scharf sei, müssten die weiteren Untersuchungen ergeben.

Das verdächtige Paket war am 1. Dezember (Freitag) in der Thüringer Staatskanzlei (Foto) zugestellt worden.

11.12 Uhr: Viele Hinweise, aber noch keine heiße Spur: Die Polizei fahndet mit einer Sonderkommission „Luise“ nach dem DHL-Erpresser.

09.37 Uhr: Die Polizei ermittelt mit Hochdruck. Das Paket sei in Potsdam aufgegeben worden, sagte der Sprecher der Polizei Brandenburg, Torsten Herbst, am Montag im ZDF-"Morgenmagazin". In einem ähnlichen Fall sei zuvor ein weiteres Paket in Berlin aufgegeben und ebenfalls in Brandenburg zugestellt worden.

08.58 Uhr: Nach dem Fund einer Paketbombe in Potsdam sind bei den Ermittlern zahlreiche Hinweise eingegangen, aber der entscheidende Tipp war noch nicht dabei. Das teilte die Brandenburger Polizei am Montagmorgen auf Twitter mit.

08.46 Uhr: Nachdem klar ist, dass die Bombe in Potsdam im Zusammenhang mit einer riesigen Erpressung gegen die Deutsche Post steht, warnt das Unternehmen seine Kunden: „Wenn Leuten etwas seltsam vorkommt, sollte unbedingt die Polizei gerufen werden“, sagte ein Polizeisprecher in der Nacht zum Montag der Deutschen Presse-Agentur. Dies gelte etwa, wenn der Absender nicht eindeutig zugeordnet werden könne oder ganz und gar fehle.

Vorsicht bei unbekannten Paketen

In der Nacht gab es zunächst keine neuen Spuren zu dem oder den Tätern. Es werde aber rund um die Uhr ermittelt, sagte der Sprecher. Seit den ersten Erkenntnissen zu der Erpressung stehen die Brandenburger Ermittler nach Angaben von Innenminister Karl-Heinz Schröter (SPD) mit DHL „in engstem Kontakt“. In den „nächsten Stunden und Tagen“ werde es eine sehr enge Zusammenarbeit geben, erklärte Schröter am Sonntagabend in der Nachrichtensendung RBB-Aktuell. DHL werde auch intern prüfen. Das Unternehmen selbst wollte sich am Sonntag nicht dazu äußern.

Polizei vermutet Täter aus der Region

Die Brandenburger Behörden gehen von einem Täter oder einer Tätergruppe aus der Region aus. Das sei letztlich noch nicht hundertprozentig belegt, sagte Schröter. Aber Nachfragen an alle Landeskriminalämter in Deutschland hätten ergeben, dass kein anderes Land betroffen sei. Die Pakete seien jeweils in Brandenburg aufgegeben und an Adressen in Brandenburg geliefert worden.

Die Sicherheitsbehörden halten weitere Sendungen für möglich oder sogar wahrscheinlich. Der Potsdamer Sendung habe eine Nachricht beigelegen, sagte Polizeipräsident Hans-Jürgen Mörke am Sonntag. Diese sei als sogenannter QR-Code im Internet verschlüsselt, aber eindeutig rekonstruiert worden.

Betroffen seien bislang kleine Unternehmen. Sendungen an Privatpersonen seien aber nicht auszuschließen, hieß es. „Wer ein auffälliges Paket zugestellt bekommt, nicht öffnen, denn das könnte die Auslösung bewirken“, warnte Innenminister Schröter. Hinweise seien zum Beispiel Rechtschreibfehler oder auch aus dem Paket ragende Drähte, erklärte die Polizei, die auch eine Telefonhotline schaltete.

Für die Fahndung setzte die Polizei eine Ermittlungsgruppe „Luise“ ein - benannt nach der Apotheke, an die das Paket geschickt worden war. In der Gruppe arbeiten rund 25 Kriminalisten. Ermittelt wird laut Staatsanwaltschaft wegen versuchter Herbeiführung einer Sprengstoffexplosion und versuchter schwerer räuberischer Erpressung.

Motiv für Bombe steht fest: Alle Neuigkeiten vom Sonntag, den 03.12.17

20:04 Uhr: Mittlerweile ist klar, dass die Paketbombe eine Drohung gegen die DHL sein sollte. In einem Erpresserschreiben sollen die Täter weitere Taten angekündigt haben. "Ganz offensichtlich nimmt der Täter oder die Täter schwerste Verletzungen der Adressaten dieser Paketbomben, ja sogar die Tötung, billigend in Kauf", sagte Brandenburgs Innenminister Karl-Heinz Schröter (SPD).

Außerdem ist mittlerweile klar, wo das Paket aufgegeben wurde: in einer DHL-Packstation in der Stadt. Die Fahnder suchen jetzt Zeugen, die am vergangenen Donnerstag gegen 7.00 Uhr an der Kantstraße Ecke Roseggerstraße verdächtige Beobachtungen gemacht haben, heißt es in einem Fahndungsaufruf. Zudem werden alle Personen gesucht, die dort zwischen 6.30 Uhr und 7.15 Uhr Pakete aufgegeben haben.

17:26 Uhr: Hinter den Kulissen rüstet die Polizei derweil auf. Eine eigene Ermittlungsgruppe „Luise“ wurde eingerichtet. Die Ermittlungen umfassen jetzt nicht nur Sprengstoffdelikte, sondern auch die Erpressung. Und: Aus taktischen Gründen wollen die Beamten jetzt nur noch soviel verraten wie unbedingt notwendig. Denn der oder die Täter sollen nicht mit Fahndungswissen versorgt werden.

16:40 Uhr: Der von einer Erpressung betroffene Paketdienst DHL will zu dem Fall derzeit keine Stellung nehmen. Brandenburgs Innenminister Karl-Heinz Schröter (SPD) hatte am Sonntag mitgeteilt, dass hinter dem verdächtigen Paket in Potsdam Erpresser stecken, die sich gegen das Unternehmen richten. „Zum gegenwärtigen Zeitpunkt geben wir dazu keine Stellungnahme ab“, sagte ein DHL-Sprecher in Bonn und verwies auf die Ermittlungen der Polizei.

16:18 Uhr: Die Potsdamer Paketbombe ist nach Einschätzung der Ermittler nur zufällig direkt am Weihnachtsmarkt gelandet. „Es scheint Zufall zu sein, dass das Paket dorthin geschickt wurde“, sagte Brandenburgs Innenminister Karl-Heinz Schröter (SPD) am Sonntag. Der Täter habe zum Beispiel auch nicht wissen können, ob das Paket direkt in der Apotheke am Weihnachtsmarkt geöffnet wird.

15:53 Uhr: Die Polizei rät angesichts der Erpressung des Paketdienstes DHL zu Vorsicht bei unbekannten Paketen, die vorrangig an kleinere Unternehmen oder auch Privatleute geschickt werden könnten. Hinweise seien zum Beispiel unbekannte Absender, Rechtschreibfehler oder auch aus dem Paket ragende Drähte, erklärte die Polizei am Sonntag in Potsdam. Im Zweifel solle die Polizei informiert werden.

15:49 Uhr: Wie die Polizei vermeldete, wurde Anfang November ein ähnliches Paket an einen Online-Händler in Frankfurt an der Oder gesendet. Beim Öffnung sei die Sendung in Brand geraten, wobei das Erpresserschreiben verbrannte. 

15:41 Uhr: Nach neusten Erkenntnissen war die bei der Apotheke abgegebenen Paktbombe hochgefährlich. Bei einer Explosion hätte sie schwerste Verletzungen zur Folge gehabt, sagte Polizeipräsident Mörke. Der Täter stammt nach dem aktuellen Ermittlungsstand wohl aus dem Raum Berlin-Brandenburg.  

15:31 Uhr: Der brandenburgische Polizeipräsident Hans-Jürgen Mörke warnt vor ähnlichen Paketen: „Weitere solcher Sendungen sind nach jetzigem Ermittlungsstand wahrscheinlich.“ Des weiteren verurteilte er das Vorgehen der Täter: „Die Täter nehmen bewusst die Schädigung von Leben und Gesundheit von Menschen in Kauf." Die Polizei schaltete ein Hinweistelefon unter der Nummer 0331-505950 frei.

15:18 Uhr: Der am Potsdamer Weihnachtsmarkt entdeckten Bombenattrappe lag ein Erpresserbrief bei. Die Nachricht sei als so genannter QR-Code im Internet verschlüsselt worden, aber eindeutig rekonstruiert worden, sagte Polizeipräsident Hans-Jürgen Mörke.

15:12 Uhr: Brandenburgs Innenminister Karl Heinz-Schröter bestätigt, dass hinter der mutmaßlichen Paketbombe vom Freitag „nach Erkenntnissen der Ermittler“ eine Millionenerpressung gegen den Paketdienst DHL steckt. Die Vorfälle vom Freitagabend galten demnach mit an „Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit“ nicht dem Potsdamer Weihnachtsmarkt 

15:09 Uhr: Wie die Nachrichtenagentur AFP berichtet, steckt hinter der Paketbombe auf dem Potsdamer Weihnachtsmarkt eine Millionenerpressung gegen die DHL. (Weitere Infos folgen in Kürze)

12:37 Uhr: Polizei und Staatsanwaltschaft wollen am Sonntagnachmittag auf einer Pressekonferenz über den aktuellen Ermittlungsstand informieren. Ein Polizeisprecher gab bekannt, dass noch in alle Richtungen ermittelt werde. Die Aussage vom Samstag, wonach der Potsdamer Weihnachtsmarkt nicht das Ziel des Anschlags gewesen sein soll, gelte aber immer noch. 

Bombenalarm am Potsdamer Weihnachtsmarkt: Die Nachrichten von Samstag

16.00 Uhr: Hinter dem Bombenalarm von Potsdam steckt nach den ersten Ermittlungen wohl kein geplanter Anschlag auf den Weihnachtsmarkt. „Nach bisherigen Erkenntnissen halten es unsere Ermittler eher für unwahrscheinlich, dass der Weihnachtsmarkt Ziel war“, erklärte die Polizei am Samstag per Twitter. Einzelheiten könnten aus ermittlungstaktischen Gründen nicht mitgeteilt werden, sagte ein Sprecher. Es werde weiter in alle Richtungen ermittelt.

Unter nochmals verschärften Sicherheitsvorkehrungen öffneten am Samstag die Weihnachtsmärkte in der Landeshauptstadt von Brandenburg wieder. Polizei und Stadt schickten zusätzliche Streifen über die Märkte, um den Besuchern Sicherheit zu geben.

13.44 Uhr: „Wir sind glimpflich davongekommen“, hat Potsdams Oberbürgermeister Jann Jakobs (SPD) am Samstag bei einem Rundgang über den Weihnachtsmarkt gesagt.

Bombenalarm in Potsdam: Weihnachtsmarkt laut Polizei wohl nicht das Ziel

12.15 Uhr: Nach neuesten Informationen geht die Polizei eher nicht von einem geplanten Anschlag auf den Weihnachtsmarkt aus. „Nach bisherigen Erkenntnissen halten es unsere Ermittler eher für unwahrscheinlich, dass der Weihnachtsmarkt Ziel war“, erklärte die Polizei am Samstag per Twitter. Einzelheiten könnten aus ermittlungstaktischen Gründen nicht mitgeteilt werden, sagte ein Sprecher. Es werde aber weiter in alle Richtungen ermittelt.

11.52 Uhr: Nach dem Schrecken durch den Bombenalarm haben die Weihnachtsmärkte in Potsdam an diesem Samstag wieder normal geöffnet. Der Betrieb sei planmäßig um 11 Uhr gestartet, teilte die Stadt mit. Allerdings hätten Polizei und Ordnungsamt ihre Präsenz auf den insgesamt drei Weihnachtsmärkten der Stadt erhöht. Potsdams Oberbürgermeister Jann Jakobs (SPD) wolle sich am Mittag an der Brandenburger Straße - der Haupteinkaufsstraße - einen Eindruck vor Ort machen.

8.33 Uhr: In Brandenburg werden die Sicherheitsvorkehrungen auf Weihnachtsmärkten erhöht. Einsatzkräfte der Bereitschaftspolizei sollen verstärkt auf Streife laufen, „vor allem in Potsdam“, wie ein Sprecher des Lagezentrums am Samstagmorgen sagte. Derweil geht die Suche nach dem Absender des verdächtigen Pakets weiter. Dazu gab es noch keine neuen Erkenntnisse.

7.41 Uhr: Der Weihnachtsmarkt soll nach dem Willen der Verantwortlichen der Stadt Potsdam am Samstag wieder öffnen und seinen normalen Betrieb aufnehmen. Die Polizei kündigte an, die Sicherheitsmaßnahmen nochmals zu verstärken. So sollen nun Beamte der Bereitschaftspolizei zusätzlich auf Streife gehen.

7.30 Uhr: Auch am frühen Samstagmorgen ist der Sachstand unverändert. „Zur Stunde gibt es in der Sache keine neuen Erkenntnisse“, sagte ein Sprecher des Lagezentrums in Potsdam. Die Ermittler würden nun bundesweit nach möglichen Parallelen suchen, sagte Innenminister Karl-Heinz Schröter (SPD) am Freitagabend im RBB. Nach dem Bombenalarm am Potsdamer Weihnachtsmarkt sucht die Polizei nach dem Absender des Pakets. Dazu soll auch die Zusammensetzung der vermutlich mit Hunderten Nägeln und einem sogenannten Polenböller versehenen Sendung genau untersucht werden.

Bombenalarm am Potsdamer Weihnachtsmarkt: Die Nachrichten von Freitag

22:57 Uhr: Wie die Polizei Brandenburg am späten Freitag-Abend via Twitter bekannt gab, wurde die Suche nach weiteren Gegenständen ohne einen weiteren verdächtigen Fund in der Potsdamer Innenstadt abgeschlossen. Dabei kamen mehrere Sprengstoffspürhunde zum Einsatz.

21:26 Uhr: Wegen anhaltender Absperrungen am Potsdamer Weihnachtsmarkt hat die Feuerwehr für Anwohner einen Wärmebus bereitgestellt. Das teilte die Polizei am Freitagabend auf Twitter mit.

19.28 Uhr: Die Nägel und der Böller seien in einem Metallgefäß wie einer Konservendose gewesen, so Brandenburgs Innenminister Schröter. Der sogenannte Polenböller sei größer als ein normaler Silvesterböller.

19.16 Uhr: Die Polizei sucht nach weiteren Paketen, die in der Umgebung ausgeliefert worden sein könnten. Die Suche erstreckt sich auf einen Radius von 300 bis 400 Metern. Bislang sei aber kein weiteres Paket entdeckt worden. Die Polizei gehe davon aus, dass der Potsdamer Weihnachtsmarkt am Samstag wieder regulär öffnen kann.

19.14 Uhr: Nach dem Fund eines verdächtigen Pakets in der Potsdamer Innenstadt hat der für politische Straftaten zuständige Staatsschutz des Landeskriminalamtes die Ermittlungen übernommen. Hintergrund sei, dass ein politisches Motiv nicht ausgeschlossen werden könne, sagte der Sprecher des Polizeipräsidiums, Torsten Herbst, am Freitagabend. Zudem gebe es beim Staatsschutz Spezialisten für Spreng- und Brandsätze.

19.12 Uhr: Nach Angaben von Brandenburgs Innenminister Karl-Heinz Schröter (SPD) befand sich in dem Paket mit Nägeln auch ein sogenannter Polenböller. Es deute einiges darauf hin, dass das Paket aber nicht explosionsfähig war, weil kein Zünder gefunden worden sei, sagte er am Freitagabend.

18.58 Uhr: In dem am Potsdamer Weihnachtsmarkt entdeckten Paket ist nach Angaben der Polizei bisher keine Zündvorrichtung gefunden worden. Es handele sich um einen zylindrischen Gegenstand mit Kabeln, Batterien und Nägeln, twitterte die Polizei am Freitagabend.

18.34 Uhr: Die Untersuchung des Pakets läuft weiterhin. Die Polizei Brandenburg bittet weiterhin von jeglichen Spekulationen abzusehen. Man können noch nicht genau sagen, um was es sich sonst noch im Inneren des Gegenstands handelt und wem es galt. Ein Sprengstoffspürhund ist ebenfalls im Einsatz.

18.08 Uhr: In dem am Potsdamer Weihnachtsmarkt gefundenen Paket waren nach Angaben von Brandenburgs Innenminister Karl-Heinz Schröter (SPD) Nägel. Ob sich tatsächlich auch Sprengstoff darin befunden habe, sei unklar, sagte Schröter am Freitagabend.

17.47 Uhr: Der in der Potsdamer Innenstadt nahe einem Weihnachtsmarkt gefundene verdächtige Gegenstand ist nach Angaben der Polizei entschärft worden. Zuvor war mitgeteilt worden, dass es sich um einen Spreng- oder Brandsatz handelt.

Informationen der Polizei: Mann stellte Paket mit Sprengstoff vor Apotheke ab

17.33 Uhr: Die neuesten Informationen der Polizei lauten so: Am Freitagnachmittag hatte ein Mann ein Paket in einer Apotheke am Weihnachtsmarkt abgegeben, in dem sich eine Blechdose mit Drähten befunden habe. Ein Mitarbeiter der Apotheke habe die Polizei alarmiert. Herbeigerufene Sprengstoffexperten der Bundespolizei bestätigten den Sprengstoffverdacht.

Der traditionelle Weihnachtsmarkt "Blauer Lichterglanz" findet alljährlich in der Potsdamer Innenstadt statt. Er erstreckt sich entlang der Brandenburger Straße bis zum Luisenplatz, nahe des Schlossparks Sanssouci.

17.15 Uhr: Der Sprengstoffverdacht auf dem Potsdamer Weihnachtsmarkt hat sich nach Angaben der Polizei bestätigt. Die Polizei bestätigte am Freitag, dass sich ein verdächtiger Gegenstand als "Unkonventionelle Spreng- oder Brandvorrichtung" herausgestellt habe. Sprengstoffexperten der Bundespolizei hatten ein verdächtiges Paket untersucht, das in einer Apotheke abgegeben worden war.

16.55 Uhr: Die Polizei bittet die Bevölkerung via Twitter den Anweisungen der Beamten zu folgen: „Es ist bereits ein Sperrkreis eingerichtet worden.“ Spezialkräfte untersuchen demnach bereits den verdächtigen Gegenstand.

16.32 Uhr: Die Potsdamer Neuesten Nachrichten berichtet, dass es sich bei dem verdächtigen Objekt um eine 40x50cm große Lieferung an eine Apotheke in der Innenstadt handeln soll.

Der Weihnachtsmarkt in Potsdam.

Dort habe ein Mitarbeiter das Paket geöffnet und darin laut dem Leiter der Polizeidirektion West, Peter Meyritz, Drähte und Technik gefunden. Daraufhin hatte die Apotheke gegen 14.30 Uhr die Polizei informiert, die den den Weihnachtsmarkt abgesperrt hatte.

+++ Nach dem Anschlag auf den Weihnachtsmarkt am Berliner Breitscheidplatz mit zwölf Toten am 19. Dezember 2016 werden in diesem Jahr bundesweit Weihnachtsmärkte besonders geschützt. Die Sicherheitsbehörden sehen zwar keine akute Anschlagsgefahr, sprechen aber von einer "abstrakten Gefährdungslage". Auf vielen Weihnachtsmärkten wurden Betonbarrieren errichtet, außerdem sind mehr Polizisten in Uniform und in Zivil unterwegs.

mke, fd, afp, dpa/ Video: Glomex

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