Orkan, Regen, Hochwasser: Es wird stürmisch und nass

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Tiefdruckgebiete über dem Atlantik bringen Wind und Regen nach Norddeutschland. Foto: Ingo Wagner

Offenbach (dpa) - Wind, Regen, Hochwasser: Deutschland muss sich auf stürmische Tage einstellen. Dabei werden die Temperaturen vorübergehend wenig winterlich - sie steigen auf bis zu 15 Grad.

Ungewöhnlich starke Tiefdruckgebiete über dem Atlantik bescheren Deutschland in den kommenden Tagen schwere Sturmböen. Am Samstag erwarten die Meteorologen des Deutschen Wetterdienstes (DWD) an den Küsten und im Bergland sogar Orkane der Stärke 11 bis 12. Selbst im Flachland werden Windgeschwindigkeiten von mehr als 100 Stundenkilometer erreicht.

Für die schleswig-holsteinischen Inseln und Halligen werden laut DWD vereinzelte Orkanböen von mehr als 120 Kilometern pro Stunde erwartet, am Freitag zunächst vor allem im Kreis Nordfriesland. Grund seien die beiden Orkantiefs "Elon" und "Felix".

Bereits am Donnerstag kündigte der DWD mögliche Unwetterwarnungen für weite Teile Norddeutschlands an. Zugleich steigen die Temperaturen deutlich: Im Westen und Süden könnte es am Sonntag Werte von bis zu 15 Grad geben. Schnee hält sich nur noch in Lagen oberhalb von 2000 Metern.

"Damit wird sich, sicherlich zum Unmut aller Skiliftbetreiber und Wintersportler, bis in hohe Lagen Tauwetter einstellen", sagte ein DWD-Meteorologe am Donnerstag in Offenbach. Zusammen mit dem teils kräftigen Regen bringe die Schneeschmelze vielen Regionen Hochwasser.

In den kommenden Tagen gelte allgemein: Auf keinen Fall in den Wald gehen. Dort könne der Sturm Äste abbrechen und herunterstürzen lassen, aber auch ganze Bäume entwurzeln. Die Menschen sollten auch selbst darauf achten, dass alles windfest sei und beispielsweise Blumentöpfe ins Haus stellen, sagte ein DWD-Sprecher.

Auch die Deutsche Bahn will auf den Sturm reagieren: "Wenn es konkret wird, werden die Züge auf bestimmten Streckenabschnitten die Geschwindigkeit reduzieren", sagte ein Bahn-Sprecher.

Laufend kümmerten sich Kollegen darum, dass Bäume und Büsche, die nahe an den Gleisen wachsen, aus Sicherheitsgründen zurückgeschnitten würden. "Beispielsweise beim Sylt-Shuttle gibt es ab Windstärke zehn Einschränkungen", sagte der Sprecher. Ab Windstärke 12 werde der Verkehr dort eingestellt.

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