Fall Simon Paulus bewegte den Südwesten 

Schockierende Vorwürfe: 30-Jähriger soll Jäger getötet und schlafende Frau vergewaltigt haben

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Vier Männer im Fall Simon Paulus angeklagt (Symbolfoto)

Im August 2018 verschwand der Jäger Simon Paulus aus Birkenfeld – mitsamt seiner Waffensammlung. Nach wochenlanger Suche wurde seine Leiche entdeckt. Vier Männer müssen sich nun für das Verbrechen verantworten:

Pforzheim - Wochenlang suchten Einsatzkräfte ab August 2018 nach Simon Paulus. Der damals 50-Jährigen verschwand, nachdem seine Nachbarin einen Streit zwischen ihm und zwei Unbekannten beobachtet hatte. Seit dem Tag seines Verschwindens fehlten auch rund zwei Dutzend Schusswaffen, die der Jäger legal besaß.

Im Oktober 2018 wurde die Leiche von Paulus in einem Wald bei Pforzheim entdeckt. Für die Ermittler war klar: Der 50-Jährige fiel einem Gewaltverbrechen zum Opfer.

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Fall Simon Paulus aus Birkenfeld: Waffen des toten Jägers noch immer verschwunden

Wie HEIDELBERG24* berichtet, hat die Staatsanwaltschaft Karlsruhe mehr als ein halbes Jahr später Anklage gegen vier Tatverdächtige erhoben. Dem 30 Jahre alten Hauptverdächtigen wird vorgeworfen, Simon Paulus Ende August 2018 in dessen Haus in Birkenfeld „mittels massiver Gewalteinwirkung gegen den Kopf“ getötet zu haben. Anschließend soll der Italiener die Waffen des Jägers gestohlen haben – die bis heute verschwunden sind. 

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Jäger aus Birkenfeld getötet: Hauptverdächtiger soll weiteren Mord geplant haben

Mit zwei Mitangeklagten – zwei 26 und 27 Jahre alte Männer – soll der Hauptverdächtige eine weitere Bluttat geplant haben: Wie die Staatsanwaltschaft mitteilt, hätten die Männer geplant, Mitte Oktober 2018 eine Frau in deren Wohnhaus im Enzkreis umzubringen und ihren Tod wie ein Selbstmord aussehen zu lassen. Motiv: Das Erbe der Frau. Das Vorhaben der Männer sei jedoch gescheitert.

Einem weiteren Mitangeklagten wird vorgeworfen, dem Hauptverdächtigen geholfen zu haben, die Leiche des Birkenfelders sowie die Schusswaffen in ein Fahrzeug zu laden und beides vom Tatort zu transportieren. Der 27-Jährige soll dann dabei geholfen haben, den Toten zu vergraben.

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Fall Paul Simon: Hauptverdächtiger auch der Vergewaltigung beschuldigt 

Der 30-jährige Hauptverdächtige im Fall Paul Simon befindet sich in Untersuchungshaft. Während seine Mitangeklagten teilweise gestanden haben, macht er weiterhin von seinem Schweigerecht Gebrauch. 

Die unfassbare Liste seiner Taten geht noch weiter: Neben der Tötung von Simon Paulus wirft die Staatsanwaltschaft dem Mann auch Vergewaltigung vor. Der 30-Jährige soll sich ab Juni 2017 insgesamt fünf Mal an einer Bekannten vergangen und sie gefilmt haben, während sie schlief.

*HEIDELBERG24 ist Teil des bundesweiten Ippen-Digital-Redaktionsnetzwerks. 

pm/kab

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