Ramadan unter Corona-Kontaktverbot

Ramadan in der Corona-Zeit: Sind gemeinsame Gebete doch noch möglich? - Ein Gespräch macht Hoffnung  

Ramadan mit Kontaktverbot: Coronavirus stellt Muslime vor Herausforderungen.
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Ramadan in der Coronavirus-Pandemie: Viele Muslime in Baden-Württemberg stehen vor einer großen Herausforderung.

Wie kann der Ramadan mit Coronavirus-Kontaktsperre stattfinden? echo24.de* spricht mit einer islamischen Gemeinde in Baden-Württemberg.  

Baden-Württemberg - das Coronavirus bedingte Kontaktverbot* stellt Muslime vor eine große Herausforderung. Grund: der Fastenmonat Ramadan beginnt heute und Moscheen dürfen aufgrund der Corona-Verordnung nicht für den Besucherverkehr öffnen. Stattdessen müssen viele Gemeinden auf elektronische Kommunikationsmittel ausweichen. "Aber eine Telefonkonferenz kann kein gemeinsames Gebet ersetzten", erklärt Yavuz Kazanc, Vorsitzender im Landesverband der islamischen Kulturzentren in Baden-Württemberg.

Entsprechend groß ist die Enttäuschung bei vielen Muslimen, die jetzt auf gemeinsame Gebete in der Moschee verzichten müssen. Kazanc: "Am Anfang haben viele die Einschränkungen nicht verstanden. Erst nach und nach haben die alle erkannt, wie gefährlich das Coronavirus tatsächlich ist. Die Gemeinden selber haben aber schnell reagiert und die persönlichen Kontakte eingeschränkt." Und auch für die islamische Gemeinde in Heilbronn ist der Ramadan in diesem Jahr eine ganz neue und zugleich seltsame Erfahrung.

Denn "auch bei uns finden aktuell keine gemeinsamen Gebete statt", erklärt Nadeem Ahmad Tahir aus Heilbronn. Trotzdem wird weiterhin intensiv Kontakt gehalten. Tahir: "Einmal im Monat sprechen wir alle am Telefon miteinander. Beten über Videoübertragung gibt es in Heilbronn aber nicht. "Das macht jede Familie zu Hause für sich" - auch jetzt in der Ramadan-Zeit. Hoffnung machen zudem Gespräche auf Bundesebene, über die der echo24.de-Artikel* - Ramadan in der Coronavirus-Zeit - ausführlich berichtet.

Lesen Sie dazu: Kaum Gottesdienste während der Corona-Pandemie: Um die muslimische Gemeinde Freising während des Ramadan dennoch zu erreichen, ertönt nun jeden Abend der Gebetsruf.

*echo24.de ist Teil des bundesweiten Ippen-Digital-Redaktionsnetzwerks.

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