Übernahme

Real.de bekommt neuen Namen: Online-Marktplatz heißt bald wie seine Konkurrenz

Real - Nach der Übernahme der Warenhauskette Real hat Finanzinvestor SCP etliche Filialen an Edeka und die Schwarz-Gruppe weiterverkauft. Nun soll der Real-Online-Shop einen neuen Namen bekommen.

  • Die russische SCP Group hat die Warenhauskette Real von der Metro Gruppe gekauft.
  • Etliche Real-Filialen werden von Edeka und der Schwarz-Gruppe (Kaufland, Lidl) übernommen.
  • Der Online-Marktplatz real.de soll einen neuen Namen bekommen.

Im Februar hat der russische Finanzinvestor SCP Group die Warenhauskette Real von der Metro Gruppe übernommen. SCP will den Konzern zerschlagen. Mittlerweile gab SCP auch bekannt, dass acht Real-Märkte geschlossen werden sollen - auch die Filiale in Frankenthal ist betroffen. Mit Edeka und der Schwarz-Gruppe (Lidl, Kaufland*) hat sich SCP bereits über den Verkauf von 141 der insgesamt 276 Real-Filialen geeinigt. Für die restlichen Real-Filialen sucht SCP weiter Käufer. Nach Angaben des Investors wird es für 30 Filialen wohl keine Zukunft geben.

Real: Kaufland übernimmt Online-Shop

Mit 104,3 Milliarden Euro Umsatz (2018) zählt die Schwarz-Gruppe zu größten Handelskonzernen in Europa. Sie beschäftigt derzeit 429.000 Mitarbeiter (2020). Lidl ist mit rund 11.000 Filialen in Europa und den USA das größte Discounter-Unternehmen weltweit. Kaufland hat aktuell (2020) 1.270 Supermarkt-Filialen in Europa.

UnternehmenKaufland
ZentraleNeckarsulm
RechtsformStiftung & Co. KG
Mitarbeiterzahl132.000 (Dezember 2019)
Gründung1948, Neckarsulm
DachorganisationSchwarz-Gruppe

Wie HEIDELBERG24* berichtet, hat sich die Schwarz-Gruppe neben einigen Filialen auch das Digitalgeschäft und den lukrativen Online-Marktplatz „real.de“ gesichert: „real.de gehört zu den größten Online-Marktplätzen in Deutschland und verfügt über eine langjährige Expertise und Erfahrung im Online-Geschäft“, heißt es in einer Pressemitteilung der Schwarz-Gruppe.

Real.de: Erfolgreicher Online-Shop soll künftig Kaufland heißen

Perspektivisch wird „real.de“ wohl bald Kaufland heißen. Laut Angaben der Schwarz-Gruppe soll die Online-Plattform das stationäre Geschäft ergänzen und das Angebot für Kunden und Handelspartner ausweiten. Zwar betreibt Lidl bereits einen erfolgreichen Online-Shop (Umsatz 2018: 757 Millionen Euro). Versuche von Kaufland, einen Lebensmittel-Shop aufzuziehen, wurden wieder gestoppt.

Mit „real.de“ sichert sich die Schwarz-Gruppe einen erfolgreichen Online-Marktplatz, über den bereits viele Händler ihre Produkte verkaufen. Auch ein Lebensmittel-Shop ist vorhanden. Bestellte Waren werden bislang in Real-Märkten verpackt und durch Lieferpartner zugestellt. Kaufland.de - gefühlt bislang nicht mehr als ein besserer Digital-Prospekt - dürfte durch die Real-Übernahme zu einem starken Online-Händler werden.

„real.de ist ein wesentlicher Baustein unseres künftigen Angebots.“ 

 Rolf Schumann, Vorstand Digitalisierung der Schwarz Gruppe

real.de ist ein wesentlicher Baustein unseres künftigen Angebots“, sagt Rolf Schumann, Vorstand Digitalisierung der Schwarz-Gruppe. „Die Kombination aus stationärem Geschäft und Online-Handel wird uns zusätzliche Möglichkeiten eröffnen.“ Über den Kaufpreis vereinbarten beide Seiten Stillschweigen. Das Bundeskartellamt muss der Übernahme noch zustimmen.

Leuchtschild über einem Real-Supermarkt.

Von den großen Supermarkt- und Discounter-Ketten in Deutschland zahlt Lidl seinen Angestellten übrigens die höchsten Durchschnittsgehälter, Kaufland die niedrigsten. Das geht aus dem Gehalts-Check* hervor. Nach dem Corona-Ausbruch bei Tönnies* sind viele Verbraucher verunsichert, wie gut Grillfleisch bei Discountern und Supermärkten ist. Stiftung Warentest hat 15 Schweine-Steaks getestet* und in zwei Dritteln der Produkte Keime gefunden. Darüber und auch über den Rückruf eines gesundheitsgefährdenden Energy-Drink bei Kaufland berichtet *HEIDELBERG24. (rmx) *HEIDELBERG24 ist Teil des bundesweiten Ippen-Digital-Redaktionsnetzwerks.

Rubriklistenbild: © Oliver Berg/picture alliance/dpa

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