1100 Tiere pro Woche

Vom Tier zum Lebensmittel: So funktioniert der Schlachtprozess in einem Schlachthof

Bis zu 100 Schweine werden im Schlachthof Fulda pro Stunde geschlachtet, in der Woche sind es aktuell etwa 1100 Tiere.
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Bis zu 100 Schweine werden im Schlachthof Fulda pro Stunde geschlachtet, in der Woche sind es aktuell etwa 1100 Tiere.

Eine kleine Handbewegung reicht, dann hat der Veterinär einen Stempel auf die Schweinehälfte gesetzt – und rein rechtlich ist aus dem Tier Fleisch geworden. Im Fuldaer Schlachthof, einer von den letzten zwei Schlachthöfen in Hessen, geschieht das im Minutentakt.

Fulda - Vorstand Sven Euen reicht im Schlachthof einen Einmal-Overall und Plastiktüten rüber. Die muss auch der Besucher über seine Kleidung und Schuhe ziehen, gefolgt von Händedesinfektion und dem Gang durch ein flaches Wasserbecken – ansonsten bleibt der Zugang zum Reinbereich gesperrt.

Vom Flur aus öffnet sich bereits durch eine Glasfront der Blick zum Schlachtraum im Schlachthof. Der eigentliche Schlachtvorgang ist aber nicht zu sehen. Nach der Anlieferung der Schweine oder Rinder auf Anhängern oder Lkw mit zwischen 1 und 80 Stück Vieh pro Fahrzeug kommen die Tiere in den Stall. So beginnt der Schlachtvorgang im Schlachthof Fulda. „Dort bleiben sie in der Regel um die zwei Stunden, optimal wären eine bis eineinhalb Stunden. Werden Tiere über Nacht aufgestallt, dürfen zwölf Stunden nicht überschritten werden“, erläutert der Schlachthof-Chef. Per Elektrobetäubung werden die Tiere betäubt und durch einen Stich in den Hals geschlachtet. *Fuldaer Zeitung.de ist Teil des Ippen-Digital-Netzwerks.

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