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Schnäppchenjäger stürmen Mannheims Innenstadt - Polizei muss hart durchgreifen

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Von: Zülal Acar

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Ein Media-Markt-Mitarbeiter trägt umringt von Kunden einen Karton. (Symbolbild)
Black Friday: In der Innenstadt von Mannheim herrschte Chaos. (Symbolbild) © Rolf Vennenbernd/dpa

Schnäppchenjäger haben am Black Friday die Mannheimer Innenstadt gestürmt und die Corona-Regeln missachtet. Die Polizei musste sich deshalb Hilfe holen.

Mannheim - Schnäppchenjäger meinten es am Wochenende in Mannheim richtig ernst: Bei ihrer Jagd nach den günstigen Black-Friday-Angeboten haben sie die Läden der Mannheimer Innenstadt derart gestürmt, dass die Polizei mit zusätzlichen Einsatzkräften anrücken musste.

Manche Geschäfte mussten sogar zeitweise schließen. Außerdem gab es vor den Geschäften der Quadratestadt zum Teil bis zu 200 Meter lange Warteschlangen, wodurch die Straßenbahn erheblich behindert worden waren, teilte die Polizei mit.

Black Friday: Situation in Mannheimer Innenstadt gerät außer Kontrolle

Nach Angaben der Deutsche Presse Agentur (dpa) sei am vergangenen Wochenende die Einhaltung der Corona-Beschränkungen* wie etwa der Mindestabstand sowie das Tragen vom Mund-Nasen-Schutz* ein großes Problem gewesen. Am sogenannten Black Friday warben nämlich viele Unternehmen mit besonders hohen Rabatten (*BW24 berichtete) - das wollten sich offensichtlich viele nicht entgehen lassen.

Am Freitagnachmittag sei die Lage derart außer Kontrolle geraten, dass die Polizei unter anderem Kollegen aus Heidelberg zu Hilfe rief. Bereits am Nachmittag hatten sich zahlreiche Bekleidungsgeschäfte und Fast-Food-Ketten in der Mannheimer Innenstadt zu „Hotspots“ entwickelt. Die Polizisten wiesen zusammen mit dem Kommunalen Ordnungsdienst der Stadt Mannheim die wartenden Kunden auf die Einhaltung der Corona-Regeln hin.

Viele Geschäfte hatten zu viele Kunden hereingelassen und waren somit überfordert. Auch mussten zwei Schnellrestaurants in den Planken vorübergehend geschlossen werden, denn nur so konnten sie die Zahl der Kunden reduzieren. Die Polizei ermittelt nun gegen die Betreiber wegen des Verdachts, gegen die geltenden Corona-Regeln verstoßen zu haben.

Schnäppchenjäger: Aus Rabat-Tag wird „Black Week“

„Schnäppchenjagd und Warteschlangen auf der einen Seite, weniger Kontakte, Mindestabstand und Mund-Nasen-Schutz auf der anderen Seite schließen sich gegenseitig aber nicht aus“, sagte Polizeipräsident Andreas Stenger. Weil viele Geschäfte aus dem Black Friday eine Art „Black Week“, also eine ganze Rabatt-Woche machen, rüstete die Polizei personell auf. Geschäftsinhaber wurden laut Rhein-Neckar-Zeitung aufgefordert, ihre Corona-Konzepte nachzubessern, um Kundenobergrenzen einzuhalten. *BW24 ist Teil des bundesweiten Ippen-Digital-Redaktionsnetzwerks.

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