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Schweinepest in Deutschland ausgebrochen - Tausende Tiere müssen getötet werden

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Von: Martina Lippl

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Ein Hausschwein steht mit Ferkeln vor dem Stall.
Ein Hausschwein steht mit Ferkeln vor dem Stall. © imago

Der erste Fall von Afrikanischer Schweinepest (ASP) in Deutschland ist nun amtlich. Ein Verdacht hat sich nun bestätigt.

Berlin - Die Afrikanische Schweinepest (ASP) ist erstmals bei einem Hausschweinebestand in Mecklenburg-Vorpommern aufgetreten. Wie das Bundeslandwirtschaftsministerium in Berlin mitteilte, wies das Friedrich-Loeffler-Institut (FLI) die Tierseuche am Montag in Proben nach.

Zuerst war es nur ein Verdacht. Mehrere Mastschweine in einem Mastbetrieb im Landkreis Rostock waren verendet. Nun liegt ein eindeutiges Ergebnis von PCR-Tests vor. Alle Tiere des Bestands müssen nun getötet und nach Ministeriumsangaben „unschädlich beseitigt“ werden.

Afrikanische Schweinepest in Deutschland erreicht Mecklenburg-Vorpommern

Agrarminister Till Backhaus (SPD) will auf einer Pressekonferenz am Dienstag über die Untersuchungsergebnisse und Konsequenzen des Seuchenausbruchs informieren. Weitere Untersuchungen würden laufen. „In diesem Zusammenhang mahnt Minister Backhaus die schweinehaltenden Betriebe, unbedingt die Bio-Sicherheitsmaßnahmen auf höchstem Niveau zu halten“, ist auf der Ministeriums-Webseite zulesen.

Auch für den Export für Schweinefleisch könnten sich weitere Einschränkungen ergeben, berichtet der NDR. Die Preise für Schweinefleisch sind bereits im Keller.

Afrikanische Schweinepest (ASP) - zuerst in Brandenburg und Sachsen aufgetreten

Bisher hatte es in Mecklenburg-Vorpommern keine Fälle von ASP gegeben - weder bei Wildschweinen, noch bei Hausschweinen. Am 10. September 2020 wurde ein erster Fall von ASP bei einem Wildschwein in Deutschland bestätigt. Seitdem gab es mehrere Fälle in Brandenburg bei Wild- und Hausschweinen und in Sachsen bei Wildschweinen. Im Juli waren erstmals Fälle in drei Hausschweinbeständen in Brandenburg nachgewiesen worden, wie das Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft mitteilt. Sperrzonen wurden damals errichtet und die Schweine in den betroffenen Beständen getötet.

Ist die Afrikanische Schweinepest (ASP) für Menschen gefährlich?

Die Afrikanische Schweinepest ist für Menschen harmlos. Dagegen ist die Seuche ist für Wild- und Hausschweine gefährlich und verläuft fast immer tödlich. Übertragen werden kann sie durch direkten Kontakt zwischen Tieren oder indirekt über kontaminierte Gegenstände wie beispielsweise Schuhe oder auch weggeworfene Lebensmittel. In Osteuropa grassiert die Tierseuche schon seit Längerem. An der Grenze zu Polen sind deshalb Schutzzäune errichtet worden. (ml)

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