Unfassbarer Zwischenfall am Flughafen

Skandal um Ryanair: Autistischer Junge nicht an Bord gelassen - die Gründe dafür sind unglaublich

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Um Ryanair gibt es einen neuen Skandal (Symbolbild).

Ryanair sieht sich derzeit mit massiver Kritik konfrontiert. Grund ist ein schockierender Vorfall am Flughafen, als ein Autist am Boarding gehindert worden sein soll. Obwohl die Gründe für diese Entscheidung entsetzen, wehrt sich die Airline nun. 

Alicante - Eigentlich sollte es für Leo, seine Mutter und eine Betreuerin nur wieder zurück nach Hause ins britische Doncaster gehen. Doch was die drei am Flughafen in Alicante erleben mussten, werden sie so schnell wohl nicht mehr vergessen. 

Leo ist 15 Jahre alt und leidet an Autismus; ist nach Aussage seiner Mutter auf dem Stand eines Dreijährigen. Der Umgang mit Stresssituationen ist für ihn eine äußerst schwierige Aufgabe. So kann auch ein knapp dreistündiger Flug zu einer extremen Herausforderung werden. Um diese besser zu meistern, hätte ihm seine kleine Puppe helfen können. Doch stattdessen wurde gerade die zum Auslöser für ein riesiges Chaos. 

Ryanair: Puppe löst Skandal aus

Wie die britische Sun berichtet, soll Ryanair nämlich versucht haben, den Fluggästen knapp 30 Euro für das Mitführen der Puppe zu berechnen, denn diese gelte als Extra-Gepäck. Als sich die Betreuerin des Jungen weigerte, diese zusätzliche Gebühr zu zahlen, soll die Lage eskaliert sein. So habe sich die Airline Ryanair, mit der der Junge, seine Mutter und Betreuerin hätten fliegen wollen, geweigert, die Passagiere an Bord zu lassen. Stattdessen habe man die Polizei herbeigerufen, woraufhin der 15-Jährige gänzlich die Fassung verloren haben soll. Laut Leos Mutter würden solche Situationen immer zu einem Zusammenbruch führen. Es sei sogar nötig gewesen, ihren Sohn vom Flughafenarzt behandeln zu lassen, da dieser so verstört gewesen sei. In der Zeit habe man ihr Gepäck wieder aus der Maschine geschafft und ihnen eröffnet, dass es in nächster Zeit keine Flüge gäbe, mit denen sie hätten heimkehren können.

Erst dank Jet2 entspannt sich die Lage

Erst als Leos Betreuerin sich Hilfe suchend an die Airline Jet2 gewandt haben soll, konnte ein Ausweg gefunden werden. Wie die Sun weiter berichtet, hätten sich die Angestellten dort rührend um Leo gekümmert, versuchten, ihn zu beruhigen und buchten ihm und seiner Begleitung sogar einen Rückflug in einer ihrer Maschinen. Beim Start saß angeblich sogar eine Stewardess neben ihm, damit sich Leo nicht weiter aufregen müsse. 

Ryanair wehrt sich gegen Anschuldigungen

Während Leos Mutter auf Facebook ihr Leid geklagt und sich begeistert vom Jet2-Personal gezeigt hat, sieht sich Ryanair nun mit harscher Kritik konfrontiert. Die User empfinden die Geschehnisse als eine große Schande. Manche gingen sogar so weit, anzukündigen, sie wollen nie wieder mir der Airline fliegen. 

Doch die Fluggesellschaft wehrte sich und legte ihre Sichtweise auf den Vorfall dar. Auf Twitter schlugen sie zunächst zwar versöhnliche Töne an und posteten, es tue ihnen Leid, von den Ereignissen zu hören. 

Gegenüber der Sun Online Travel hat ein Sprecher von Ryanair nun aber seine Sicht auf die Dinge dargelegt. Laut ihm wäre der Junge mit seinen Begleiterinnen nicht mal bis zum Boarding gekommen, da er schon bei der Kontrolle der Pässe aggressiv geworden sein soll, weshalb seine Betreuerin entschied, sie würden nicht weiterreisen. Anschließend sei der Junge von den medizinischen Assistenten am Flughafen beruhigt worden. Nachdem die Passagiere demnach also nie am Boarding-Gate erschienen waren, habe man ihr Gepäck wieder ausgeladen. Niemals habe man ihnen den Zutritt zum Flugzeug verweigert, noch weitere Kosten für die Puppe als Handgepäck verlangt. 

Erneute Negativ-Schlagzeilen für Ryanair

Doch dieser Vorfall ist nicht der einzige, weswegen Ryanair heftige Kritik einstecken musste. So sorgte die Fluggesellschaft erst vor wenigen Wochen für negative Schlagzeilen, als einige ihrer Passagiere über Angstzustände an Bord klagten. 

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