Studie: Lohnunterschiede haben sich verdoppelt

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Arm trotz Job: Die Lohnschere in Deutschland klafft immer weiter auseinander. Foto: Jan Woitas

Berlin (dpa) - Die Schere zwischen Geringverdienern und den Beziehern von Spitzenlöhnen geht immer weiter auseinander.

Zu diesem Ergebnis kommt eine am Mittwoch veröffentlichte Studie des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW), über die zunächst die "Süddeutsche Zeitung" berichtet hatte. Ein jahrzehnteübergreifender Vergleich der Lebenseinkommen habe gezeigt, dass der Unterschied zwischen der obersten und der untersten Einkommensgruppe bei Arbeitnehmern des Jahrgangs 1972 doppelt so groß sei wie bei den 1935 Geborenen.

Die Wissenschaftler Timm Bönke und Holger Lüthen hatten die Löhne addiert, die westdeutsche, männliche, sozialversicherungspflichtige Arbeitnehmer in ihrem gesamten Erwerbsleben erhalten.

Dabei kamen sie zu dem Ergebnis, dass sich bereits bis zum 40. Lebensjahr die Ungleichheit bei den Lebenseinkommen im Generationenvergleich verdoppelt hat. Hauptursache dafür sei, dass sich die Löhne zwischen den oberen und unteren Einkommensgruppen immer weiter auseinanderentwickelt haben. Darüber hinaus seien Geringverdiener häufiger von Arbeitslosigkeit betroffen.

Die Forscher kommen zu dem Ergebnis, dass sich durch diese Entwicklung die Unterschiede innerhalb der Gesellschaft weiter verstärken dürften. Die Bezieher von niedrigen Einkommen könnten ihren Nachkommen kaum noch etwas vererben. Dies wiederum habe negative Auswirkungen auf deren Bildungsniveau und Karrierechancen.

DIW-Studie zum Lebenseinkommen

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