Europaparlament will Tests verbessern

Abgas-Skandal: Acht Millionen VW EU-weit betroffen

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Ein Volkswagen Touran mit einem vom Abgas-Skandal betroffenen 2.0l TDI Dieselmotor vom Typ EA189.

Wolfsburg - Der Großteil der weltweit 11 Millionen vom VW-Abgas-Skandal betroffenen Diesel-Autos ist in Europa unterwegs.

Insgesamt seien innerhalb der Europäischen Union rund 8 Millionen Fahrzeuge betroffen, sagte ein VW-Sprecher Babend in Wolfsburg. Alle Bundestagsabgeordneten mit VW-Standorten in ihren Wahlkreisen seien entsprechend informiert worden. Über den Brief hatte zuvor bereits das "Handelsblatt" (Dienstag) berichtet.

In dem Schreiben entschuldige sich VW bei den Abgeordneten für das "Fehlverhalten einiger weniger Personen" im Konzern und verspreche, dass der Aufsichtsrat mit Unterstützung deutscher und amerikanischer Juristen "die lückenlose Aufklärung der Vorgänge überwachen" werde, schreibt das Blatt.

VW-Skandal beschäftigt Europaparlament

Der Skandal um manipulierte Abgaswerte beim Autobauer Volkswagen beschäftigt am Dienstag auch das Europaparlament. Nach Angaben eines Sprechers werden die Abgeordneten am Nachmittag (ab 15 Uhr) in Straßburg über Emissionsmessungen im Autosektor und mögliche Nachbesserungen der Tests diskutieren. Vorsitzende mehrerer Fraktionen haben dazu Fragen an die EU-Kommission vorbereitet. Das Thema wurde nach Bekanntwerden der Affäre um manipulierte Abgaswerte bei Dieselfahrzeugen von Volkswagen kurzfristig auf die Tagesordnung der Plenarsitzung gesetzt.

Die EU plant derzeit eine neue Gesetzgebung für realistischere Tests. Dabei soll der Testwagen auf der Straße gefahren und abwechselnd beschleunigt und abgebremst werden. Dieses Verfahren gilt als weniger manipulierbar als Labortests.

dpa/afp

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