Beeinflussung durch Klimawandel

Düstere Wetter-Prognose für 2070: In 50 Jahren könnte es sehr heiß werden - Forscher mit ausdrücklicher Warnung

Der Klimawandel beeinflusst die gesamte Erde. Doch die Auswirkungen könnten noch dramatischer sein, als befürchtet. 2070 droht ein Wetter-Chaos, das das Leben vieler unmöglich machen könnte.

  • Der Klimawandel war vor der Corona-Pandemie* ein heiß diskutiertes Problem.
  • Auch jetzt sollte das Thema nicht in den Hintergrund rücken, zeigen Forscher.
  • 2070 droht ein Wetter-Chaos mit Folgen für die Temperaturen weltweit.

Einige Zeit war es wohl das Thema Nummer eins in der Politik und auf den Straßen: Der Klimawandel. Doch seit Corona die Bevölkerung und damit auch den Bundestag und die Landtage fest im Griff hat, scheint das Thema in den Hintergrund gerückt zu sein. Ein Bericht der National Academy of Science der Vereinigten Staaten zeigt nun jedoch: Man sollte die globale Erderwärmung nicht auf die leichte Schulter nehmen. Denn wenn der Klimawandel so weiterläuft wie bisher, droht offenbar ein Wetter-Chaos, wie es es noch nie gab.

Wetter-Chaos: Menschen brauchen Durchschnittstemperaturen von 11 bis 15 Grad - wird es das bald nicht mehr geben?

Wie viele andere Lebewesen lebt auch der Mensch in Nischen, besonders wenn es um die Temperaturen seines Lebensraums* geht. Denn wer mag es schon zu heiß? Forscher der National Academy of Science haben herausgefunden, dass die Menschen heutzutage vor allem in Gebieten leben, die eine Durchschnittstemperatur von elf bis 15 Grad haben. Hier herrschen die optimalen Bedingungen für Land- und Viehwirtschaft, ebenso wie für nicht-landwirtschaftliche Arbeit. Kleinere Ausnahmen von dieser Nische gibt es, vor allem in der indischen Monsun-Region, in der die Bevölkerung bei Durchschnittstemperaturen von 20 bis 25 Grad lebt.

Wetter-Chaos: Die Temperaturen werden drastisch steigen - Forscher warnen

Doch diese Nische könnte sich in Zukunft wandeln. Laut Berechnungen der National Academy of Science wird die Temperatur bei kontinuierlich fortschreitendem Klimawandel in den nächsten 50 Jahren so stark ansteigen wie in den letzten 6000 Jahren nicht. Dies bedeutet, dass in Regionen, in denen es aktuell im Durchschnitt 13 Grad hat, die Temperaturen bis 2070 auf etwa 20 Grad ansteigen werden - Bedingungen, wie man sie aktuell lediglich aus Nord- Afrika oder Teilen Südchinas kennt.

Darüber hinaus wäre ein Drittel der Bevölkerung ohne Einbezug von Migration einer Durchschnittstemperatur von über 29 Grad ausgesetzt - Temperaturen, die aktuell nur auf 0,8% der globalen Fläche herrschen - hauptsächlich in der Sahara. 2070 würde sich diese Fläche auf 19% des Landes ausdehnen.

3,5 Milliarden Menschen müssten emigrieren, um die aktuellen Lebensbedingungen wieder herzustellen. Letztere Aussage ist jedoch mit Vorsicht zu genießen, schreibt auch die National Academy of Science. Denn Migration wird nicht nur durch die vorherrschenden Temperaturen bestimmt, sondern besitzt weitere Einflussfaktoren. Zudem ist auch eine Anpassung der Menschen an neue Lebensbedingungen möglich.

Wetter-Chaos: Forscher appelieren - „Es ist noch nicht zu spät“

Die Forscher der Akademie setzen am Punkt der Anpassung des Menschen an. „Es ist noch nicht zu spät, um den Klimawandel zu mildern und die Anpassungsfähigkeit, besonders bei der Förderung der Menschen im Süden, zu verbessern“, schreiben die Forscher in ihrem Bericht. Die Ergebnisse der Studie sind ein Appell an die Welt, den Klimawandel einzudämmen, um ein Wetter-Chaos in 50 Jahren zu vermeiden. (chd)*Merkur.de ist Teil des Ippen-Digital-Netzwerkes.

Die Forscher sind nicht die ersten die warnen. Auch andere Berater trafen düstere Prognosen über den Klimawandel - ein Land ist besonders betroffen.

Rubriklistenbild: © Bernd Thissen/dpa

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