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Warnung vor starker Wärmebelastung - doch dann folgt der Knall: Überschwemmungen drohen

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Von: Anna Lorenz

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Die Prognose für das Wetter am letzten Wochenende im August sieht für Deutschland nass aus. Viel Regen und Gewitter sorgen für Überflutungsgefahr, die Temperaturen bleiben aber hoch. Der Ausblick.

Update vom 26. August, 07.10 Uhr: Der Freitag startet mit einer Warnung vor der starken Wärmebelastung im Nordosten Deutschlands. Diese gilt von Dresden, über Erfurt und Hannover bis hoch nach Hamburg. Und während sich die Menschen dort aktuell gut mit Wasser versorgen sollten und größere körperliche Anstrengungen soweit möglich vermeiden, so sind bereits die ersten Gewitter und Starkregen im Anmarsch. Der Deutsche Wetterdienst (DWD) prognostiziert Gewitter der Warnstufe 3. Die Warnung betrifft fast den ganzen Osten des Landes, von Schwerin im Norgen bis runter in die bayerischen Städte Ingolstadt und Passau.

Der August verabschiedet sich also mit einem Knall. Dass dieser den Grundwasserpegel nach den Monaten der Dürre auf ein stabiles Niveau anheben kann, damit ist nicht zu rechnen. Wohl aber mit Überschwemmungen, da die ausgetrocknete Erde die erwarteten Mengen an Regen nicht auf einmal aufnehmen können wird. Und so starten wir ins Wochenende mit einer starken Wärmebelastung im Norden und Osten. Sowie mit schweren Gewittern im Osten und Südosten. Im Westen kommt es hingegen nur vereinzelt zu Gewittern und Starkregen.

Niedersachsen, Hannover: Ein Bauarbeiter steht beim Bau eines Mehrfamilienhauses im Neubaugebiet Kronsrode, als am Horizont die Sonne aufgeht.
Starke Wärmebelastung im Norden und Nordosten Deutschlands. © Julian Stratenschulte/dpa-Bildfunk

Im Tagesverlauf ist mit Unwettergefahr aufgrund von Starkregen zu rechnen, meldet der DWD: „Im Westen und Nordwesten, voraussichtlich auch im Alpenvorland nur vereinzelte Gewitter, lokal eng begrenzt mit Starkregen bis 25 l/qm in kurzer Zeit, kleinkörnigem Hagel und stürmischen Böen. In den übrigen Landesteilen dagegen insbesondere ab mittags häufigere und kräftige Gewitter. Dabei kleinräumig Starkregen um 20 l/qm, kleinkörniger Hagel und stürmische Böen bzw. Sturmböen wahrscheinlich. Lokal eng begrenzt allerdings Unwettergefahr vor allem aufgrund von Starkregen mit mehr als 25 l/qm in kurzer Zeit, extreme Unwetter mit mehr als 50 l/qm ebenfalls möglich. Gebietsweise auch größere Hagelansammlungen.“

Am Samstag kann es im Osten und Südosten weiterhin zu Gewittern und Starkregen kommen. In der Nacht zum Sonntag ist dann mehrstündiger Starkregen in Oder- und Neißenähe möglich, der zu den Morgenstunden aber abnimmt. Am Sonntag sind im Osten und Süden Deutschlands noch einzelne starke Gewitter mit Starkregen bis 25 l/qm, kleinkörniger Hagel und stürmische Böen möglich.

Wetter in Deutschland: Gewitter, Starkregen und Überschwemmungsgefahr – August endet mit Knall

Erstmeldung vom 25. August 2022: München – Das kommende Wochenende ist das letzte des diesjährigen Augusts und der lässt es wettertechnisch im wahrsten Sinne des Wortes noch einmal ordentlich krachen. Der Sommermonat verabschiedet sich in Deutschland mit viel Regen und hohen Temperaturen.

Wetter in Deutschland: Starkregen, Unwetter, Überflutung – So startet das Wochenende

Das milde Wetter des Spätsommers, das Deutschland großteils gegenwärtig genießen kann, wird am kommenden Wochenende (KW 34) dem menschlichen Kreislauf noch einmal einiges abverlangen. Während bereits am Freitag (26. August) im Nordosten und Osten erhöhte Unwettergefahr besteht, bleibt es auf den Thermometern bei bis stellenweise über 30 Grad Celsius tropisch warm. Die hohe Luftfeuchtigkeit lässt das Wetter drückend und dampfig werden — mit diesen Tipps vermeiden Sie allerdings schwüle Luft in Ihrer Wohnung.

Schauer und Gewitter läuten das Wochenende ein, es werden Niederschläge von über 100 Litern pro Quadratmeter erwartet. Wie Meteorologe Alban Burster vom Wetterdienst wetter.com weiß, sind sich die Wettermodelle weltweit allerdings nicht einig, wo sich die himmlischen Schleusen in den kommenden Tagen am stärksten öffnen werden.

Während das Deutsche Modell den heftigsten Starkregen von Schleswig-Holstein bis nach Sachsen, sowie auch entlang der östlichen Mittelgebirge in Bayern vermutet, prognostiziert das Europäische Wettermodell, dass bis zu 125 Liter pro Quadratmeter an der Ostseeküste fallen werden. Das Amerikanische Modell schließlich sieht die Mitte Deutschlands als Regenzentrum, geht aber von nur 60 Litern auf den Quadratmeter aus. Dass der Boden die Wassermassen nicht sofort absorbieren können wird, darüber besteht jedoch Einigkeit. So warnt auch der Deutsche Wetterdienst (DWD) vor Überflutungsgefahr. Nachdem bereits in Österreich kürzlich einige Flüsse über die Ufer getreten waren, ist anzuraten, neben großen Gewässern auch auf die Pegelstände kleiner Bach- und Flussläufe zu achten.

Wetter am Wochenende: Nass und ungemütlich werden Samstag und Sonntag in Deutschland

Der Samstag (27. August) bringt landesweit teils Stunden andauernden Starkregen mit sich. Gewitter, deren Artgenossen im Juli dieses Jahres bereits für einige Wetterwarnungen gesorgt haben, ziehen dabei zunehmend in Richtung Osten und Süden, lokal besteht dem DWD zufolge die Gefahr von Hagel und Unwettern. Die Höchstwerte liegen bei 22 bis 27 Grad Celsius, an der Küste werden zirka 20 Grad Celsius erreicht. Insgesamt wird es im Westen und Südwesten des Landes wärmer sein.

Das regenreiche Wochenende beginnt bereits am Samstagabend abzuklingen, am Sonntag (28. August) werden Schauer und Gewitter nur noch im äußersten Süden und Osten erwartet, so Burster. Im Rest Deutschlands zeigt sich der Himmel aufgelockert bewölkt, im Südwesten bleibt es über lange Strecken sonnig und trocken. Die Thermometer werden 20 bis 26 Grad Celsius messen, sodass es eine Überlegung wert wäre, den Sonntag für einen Ausflug zu nutzen – noch gilt auch das 9-Euro-Ticket. (askl)

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