WWF setzt nach Wolfstötung Belohnung aus

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Wölfe sind in Deutschland streng geschützt. Foto: Julian Stratenschulte/Archiv

Berlin - Nach der Tötung eines Wolfes in Sachsen haben Naturschützer eine Belohnung von 25 000 Euro auf die Ergreifung der Täter ausgesetzt. 

In den vergangenen Jahren seien in Deutschland nachweislich achtzehn Wölfe illegal getötet worden, erklärte WWF-Wildtierexperte Moritz Klose am Donnerstag in Berlin. Hinzu kämen getötete oder auf mysteriöse Weise verschollene Luchse sowie unzählige gewilderte Greifvögel. "Deutschland hat ein Wilderei-Problem. Immer wieder werden bedrohte und geschützte Tiere illegal getötet." Das sei eines modernen Rechtsstaats unwürdig.

Die tote Wölfin war am vergangenen Samstag in einem Wald bei Biehain im Landkreis Görlitz gefunden worden. Nach ersten Erkenntnissen wurde das Tier erschossen. Nach einer Statistik des Kontaktbüros Wolfsregion Lausitz wurden damit seit 2009 in Sachsen acht illegal getötete Wölfe gefunden. In sieben Fällen waren die Tiere erschossen worden, ein Wolf wurde mit einem Auto gejagt und vorsätzlich überfahren.

Für Fälle von Wolfstötungen ist in Sachsen das Dezernat "Sonderfälle" beim Landeskriminalamt (LKA) zuständig. Bislang wurden noch nie Täter ermittelt. Sie müssten mit bis zu fünf Jahren Freiheits- oder einer Geldstrafe rechnen. Wölfe sind in Deutschland streng geschützt.

dpa

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