Bau-Vorschriften sollen vereinfacht werden

Ministerin: Brauchen 350000 neue Wohnungen pro Jahr

Berlin - Angesichts der Vielzahl von Flüchtlingen in Deutschland hat Bundesbauministerin Barbara Hendricks (SPD) den Bedarf an hunderttausenden neuen Wohnungen bekräftigt.

Berlin - Angesichts der Vielzahl von Flüchtlingen in Deutschland hat Bundesbauministerin Barbara Hendricks (SPD) den Bedarf an hunderttausenden neuen Wohnungen bekräftigt. "Anerkannte Flüchtlinge werden über kurz oder lang auf den normalen Wohnungsmarkt gehen", sagte Hendricks vor Eröffnung des Bundeskongresses Nationale Stadtentwicklungspolitik am Donnertag in Leipzig. Pro Jahr seien rund 350.000 neue Wohnungen erforderlich. Sie sprach sich erneut dafür aus, die Bundeszuschüsse für den sozialen Wohnungsbau im kommenden Jahr mindestens auf über eine Milliarde Euro zu verdoppeln. Darüber werde in der nächsten Woche entschieden.

Zugleich forderte Hendricks die Bauwirtschaft auf, für die nötigen Kapazitäten zu sorgen. Bei einer Zunahme des sozialen Wohnungsbaus im geplanten Umfang seien dann mehr als 20.000 neue Kräfte im Baubereich notwendig, aber auch mehr Bauland. Dabei seien auch Privatleute gefordert, die Grund und Boden besitzen und diesen bisher nicht verkaufen wollten, aber auch die Kirchen mit ihrem Immobilienbesitz. Es gehe darum, Land zu "mobilisieren", um Wohnungen zu errichten, sagte Hendricks.

Sie hob zugleich hervor, es dürfe keine Konkurrenz um Wohnraum zwischen Flüchtlingen und Bürgern geben. "Die, die eine Bleibeperspektive haben, werden genauso behandelt wie Bürger mit entsprechendem Einkommen."

Hendricks bekräftigte auch die Ankündigung der Regierung, Vorschriften zum Bau neuer Flüchtlingsunterkünfte zu vereinfachen. Dies betreffe besonders die Erstaufnahme von Flüchtlingen. Geplant sei unter anderem mehr Spielraum bei der Energieeinsparverordnung. Es gehe zunächst darum, dass die Flüchtlinge "raus aus den Zelten kommen" und vorübergehende Quartiere haben, sagte Hendricks. Erst in der letzten Phase gehe es um Wohnungen und um die Integration in den Kommunen.

AFP

Rubriklistenbild: © dpa

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