Wesentlicher Beitrag zum Umweltschutz

Gewissenhafte Mülltrennung – was gehört wohin?

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Viele Wertstoffe können durch eine effiziente Mülltrennung wiederverwertet und das Recycling vereinfacht werden. Dieser Ratgeber stellt die wichtigsten Regeln rund um die Mülltrennung vor.

Viele gute Gründe für eine effiziente Mülltrennung

Von einer sorgfältigen Mülltrennung profitiert zunächst einmal die Umwelt. Kostbare Wertstoffe können auf den Mülldeponien aus dem Abfall herausgesucht und wiederverwertet werden. Durch dieses Recycling werden weniger neue Ressourcen benötigt und der Planet geschont. Zudem haben es die Maschinen, die den Müll filtern und Wertstoffe erkennen, durch die Trennung leichter. Das bedeutet, dass weniger Energie und Wasser in die Wiederverwendung investiert werden muss. Auch das kommt der Umwelt zugute.

Die Mülltrennung hat aber auch wirtschaftliche Vorteile. Es ist in vielen Fällen preiswerter, vorhandene Ressourcen wiederzuverwenden als neue einzukaufen. Durch eine wirkungsvolle Mülltrennung ist es für Unternehmen und Betriebe somit möglich, die eigenen Produktionskosten zu senken und preiswerter zu wirtschaften. Sowohl die Industrie als auch Privatpersonen haben somit ein großes Interesse an einer gewissenhaften und funktionierenden Mülltrennung.

Die fünf Kategorien der Mülltrennung

Um Müll überhaupt trennen zu können, ist es wichtig, die verschiedenen Kategorien zu kennen, in die Abfallstoffe eingeteilt werden. Die erste Kategorie ist „Behälterglas“. Das sind Glasarten, die vor allem für die Aufbewahrung von Lebensmitteln dienen. Andere Glasarten gehören hingegen nicht in den Glasbehälter. Die zweite Kategorie lautet „Biomüll“. In diesen kommen biologische Abfälle. Die dritte Kategorie ist „Papier, Pappe und Karton“, in die alle Abfälle entsorgt werden, die ausschließlich aus diesen Stoffen bestehen. Die vierte Kategorie lautet „Leichtverpackungen“. Hier wandern alle Abfälle hinein, die aus Aluminium, Blech, Kunststoff oder Verbundmaterialien bestehen. Die fünfte Kategorie lautet „Restmüll“. Hier gehören unter anderem Lebensmittel-Abfälle hinein. Außerhalb dieses Systems steht der Sondermüll. Dieser ist keiner der obigen fünf Kategorien zuzuordnen und muss separat und professionell entsorgt werden.

„Sonstiger“ Müll?

Es gibt einige Abfallarten, die im normalen Hausmüll nichts zu suchen haben. Hierzu gehören unter anderem sehr große und sperrige Dinge, die den Platz in einer klassischen Mülltonne sprengen würden. Solche Gegenstände gehören auf den Sperrmüll und müssen separat entsorgt werden. Außerdem gibt es einige Artikel, die gefährlich oder besonders umweltschädigend sind. So enthalten zum Beispiel technische Geräte und Batterien häufig Säuren oder andere Gefahrstoffe, die speziell gehandhabt und entsorgt werden müssen. Es ist wichtig, solche besonderen Arten von Abfall nicht aus Bequemlichkeit einfach in einer der vorhandenen Mülltonnen zu entsorgen. Stattdessen müssen sie zu einem Wertstoffhof oder einer Mülldeponie gebracht werden. Zudem bieten einige Läden an, dass sie alte Batterien für ihre Kundinnen und Kunden entsorgen.

Regeln für die Trennung von Glasmüll

Glasmüll gehört in speziell dafür aufgestellte Glascontainer. Diese sind in drei Farbgruppen eingeteilt, die die Trennung erleichtern. So gibt es speziell Container für Grün-, Weiß- und Braunglas. Gelegentlich wird der Container für Grünglas auch als Buntglas bezeichnet. Denn auch blaues Glas gehört in diesen Container. Diese Unterscheidung ist wichtig, da das Recycling von Weiß- und Braunglas keine Fehlfarben duldet.

Zu beachten ist zudem, dass ausschließlich sogenanntes „Behälterglas“ in diesen Containern entsorgt werden darf. Das bedeutet, dass Glas aus Spiegeln, von Glühbirnen oder aus Fenstern nichts im Glasmüll zu suchen hat. Diese Glasarten haben einen anderen Schmelzpunkt, was das Recyceln massiv erschwert. Verschlüsse und Deckel sind hingegen kein Problem. Moderne Sortiermaschinen sind in der Lage, diese von Glas zu unterscheiden und auszufiltern. Die Deckel von Flaschen und Behältern müssen also nicht zwingend abgeschraubt und im Kunststoffmüll entsorgt werden.

Bioabfälle richtig entsorgen

Bei der Zubereitung von Speisen, aber auch im Umgang mit Fensterblumen und Balkonpflanzen entstehen im Haushalt verschiedene biologische Abfälle. Diese gehören in die Biotonne. Solche Abfälle können nämlich einerseits in Komposterde umgewandelt werden und dienen andererseits der Energiegewinnung. Vor allem Schalen von Obst und Gemüse, aber auch Eierschalen sind für die Biotonne bestimmt. Ebenso ist es möglich, Filtertüten darin zu entsorgen.

Gekochte Lebensmittel wie Fleisch oder Fisch sind hingegen nicht für die Biotonne gedacht. Das liegt daran, dass sich in solchen Resten leicht Maden bilden und Fliegen oder gar Ratten angezogen werden könnten. Ebenso wenig ist es erlaubt, Knochen im Bioabfall zu entsorgen. Und auch wenn Filtertüten grundsätzlich für die Biotonne geeignet sind, ist es nicht erlaubt, alte Staubsaugerbeutel darin zu entsorgen.

Beim Papiermüll alles richtig machen

Die korrekte Entsorgung von Papiermüll ist nicht immer leicht. Denn nicht alles, was nach Papier aussieht, ist auch welches. Das gilt insbesondere für Getränkekartons. Diese bestehen von außen zwar aus Karton, sind auf der Innenseite aber beschichtet. Diese Beschichtung stört das Recycling von Papier. Deswegen sind solche Abfälle im Kunststoffmüll besser aufgehoben. Auf der anderen Seite sind Papierumschläge mit Sichtfenster für den Papiermüll absolut geeignet. Ebenso sind Papiertüten und Pappkartons für den Papiermüll gedacht. Anders sieht es mit beschichtetem Papier und selbstklebenden Kuverts aus. Die hierbei verwendeten Stoffe erschweren das Recycling spürbar. Nicht zuletzt haben auch Windeln nichts im Papiermüll zu suchen, auch wenn bei ihrer Herstellung zum Teil Papier zum Einsatz kommt.

Am Papiermüll zeigt sich am deutlichsten der Erfolg des Recyclings. Denn in den Läden gibt es sogenanntes Recyclingpapier zu kaufen. Dieses besteht zu 95% aus wiederverwertetem Altpapier und ist somit sehr umweltschonend. Bei der Herstellung müssen quasi keine neuen Bäume gefällt werden, um Holz für die Papierherstellung zu gewinnen. Außerdem werden deutlich weniger Energie und Wasser verbraucht als bei der Herstellung von neuwertigem Papier.

Das ist bei der Entsorgung von Verpackungsmüll zu beachten

In den als „Gelber Sack“ bekannten Verpackungsmüll gehören vor allem Kunststoff und Metall, aber auch Verbundstoffe dürfen darin entsorgt werden. Auch Tetrapack-Behälter sind im Verpackungsmüll gut aufgehoben. Diese bestehen von außen zwar aus Karton, sind von innen aber beschichtet. Des Weiteren ist die gelbe Tonne der richtige Ort für Deckel, Verschlüsse und Weißblech. Bei Dosen und Verpackungen ist es wichtig, dass diese leer sind, es ist aber nicht nötig, sie auszuspülen. Die Sortiermaschinen kommen auch mit verschmutzten Abfällen klar und beim Ausspülen werden mehr Energie und Wasser verbraucht als nötig. Zahnbürsten und CDs sind hingegen nicht für den Verpackungsmüll gedacht.

Wichtige Hinweise für die Entsorgung von Restmüll

Die im Restmüll entsorgten Abfälle werden nicht recycelt, sondern verbrannt. Deswegen ist es im Namen des Umweltschutzes wichtig, Wertstoffe auszusortieren und in den anderen Mülltonnen zu entsorgen. Verbraucherinnen und Verbraucher haben ein Interesse daran, den Restmüll so gering wie möglich zu halten, da für diesen Gebühren anfallen. All die Dinge, die in den anderen Mülltonnen nicht entsorgt werden dürfen, finden im Restmüll ihren Platz. Hierzu gehören unter anderem Knochen, Zahnbürsten, zerbrochene Spiegel und Trinkgefäße, Windeln und beschichtetes Papier. Aber auch im Restmüll darf nicht alles entsorgt werden. Abfälle wie Batterien und Energiesparlampen sind als Sondermüll separat zu entsorgen. Dies ist unbedingt zu beachten, da bei Zuwiderhandlung teils empfindliche Strafen drohen.

Fazit: Grundsätzlich ist die Mülltrennung ganz einfach

Trotz der Vielzahl an Müllbehältern und Kategorien ist eine gewissenhafte Mülltrennung ohne großen Aufwand möglich. Wichtig ist es, auf die Details bei den Produkten zu achten. Das heißt zum Beispiel, Glas korrekt nach Farben zu sortieren und beim Papiermüll Beschichtungen zu vermeiden. Zudem ist es wichtig, giftige oder umweltschädliche Artikel nicht einfach im normalen Hausmüll zu entsorgen. Ein wirklicher Umweltschutz wird nur dadurch erreicht, dass solche Abfälle sachgerecht und professionell auf einer Mülldeponie entsorgt werden. Auf diese Weise haben alle Menschen die Möglichkeit, aktiv am Umweltschutz mitzuwirken und den Planeten möglichst gesund und lebenswert zu erhalten.

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