Sicherheit durch Licht

Außenbeleuchtung als Einbruchschutz

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Sichern Sie Ihr Zuhause mit Licht: Im Schutz der Dämmerung werden vermehrt Einbrüche verübt.

Ein Einbruch ist für die Betroffenen immer mit einem finanziellen Schaden und einem Verlust des Sicherheitsgefühls verbunden. Ein sorgfältig geplanter Einbruchschutz ist daher das A und O.

Obwohl die Kriminalstatistik für Einbrüche in Privathaushalte im Jahr 2018 das erste Mal seit etwa zwanzig Jahren unter 100.000 gefallen ist, sind die Zahlen mit rund 97.000 Einbrüchen noch immer hoch. Für die Betroffenen bedeutet ein Einbruch finanziellen Schaden und viele Unannehmlichkeiten. Hinzu kommt in vielen Fällen ein Verlust des persönlichen Sicherheitsgefühls durch diese Verletzung der Privatsphäre. Vorbeugung und Schutz sollten für Haus und Wohnung daher sorgfältig geplant sein: Dazu gehören hochwertige mechanische Sicherungen sowie ein gut durchdachtes Beleuchtungskonzept.

Die frühe Dämmerung im Winterhalbjahr bietet Verbrechern den Schutz der Dunkelheit und führt zu einem erhöhten Einbruchsrisiko in den Wintermonaten: Das Bundeskriminalamt (BKA) spricht von deutlich höheren Fallzahlen als im Sommerhalbjahr und der Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV) gibt an, dass im Winter rund 40 Prozent mehr Einbrüche verübt werden.

Nicht zuletzt deshalb raten Sicherheitsexperten schon seit langem dazu, Licht als Einbruchschutz einzusetzen. Leuchten mit Bewegungsmeldern bieten sich im Außenbereich besonders an. Sobald im Sensorbereich eine Bewegung registriert wird, schaltet sich die Beleuchtung ein. Damit werden potenzielle Einbrecher aufgeschreckt: Sie müssen die Entdeckung durch Hausbewohner und aufmerksame Nachbarn fürchten. Die Wahl der richtigen Leuchten sowie fachgerechte Anbringung und Kalibrierung der Sensoren sind für den erfolgreichen Einsatz wichtig.

Außen- und Garagenbeleuchtung schützt Haus und Grund

Bei der Konzeption einer Außenbeleuchtung für Haus, Grundstück und Garage sollte auf eine großzügige Abdeckung geachtet werden. Licht auf möglichst großen Flächen ist sogar wichtiger als maximale Helligkeit. Für die Ausleuchtung von Fassaden und Hofeinfahrten beispielsweise bieten sich Scheinwerfer mit breitem Abstrahlwinkel an.

Potenzielle Zugänge ins Haus sollten hierbei besonders gesichert werden. Neben den Türen gilt das auch für Fenster, Treppen und Kellereingänge. Gute Schlösser und Riegel verhindern, dass Einbrecher leichtes Spiel haben. Je länger der Weg ins Gebäude dauert, desto eher lassen Verbrecher von ihrem Vorhaben ab. Licht kann allerdings bereits abschrecken und so verhindern, dass die passiven Sicherheitsvorkehrungen überhaupt greifen müssen.

Tipp: Achten Sie bei der Wahl der Lampen auf die passenden Schutzarten für Carport und Garage, denn Staub- und Spritzwasserschutz sind für die Außenbeleuchtung ein wichtiges Thema. Ist die Installation der Witterung ausgesetzt, sorgt eine hohe Schutzart dafür, dass das Lichtkonzept über lange Zeit zuverlässig funktioniert.

Zuverlässige Auslösung bei Bewegungsmeldern

Achten Sie bei der Einstellung von Bewegungsmeldern darauf, dass die Sensoren einen möglichst großen Bereich abdecken. Dabei dürfen schaukelnde Äste oder die vorbeihuschende Hauskatze den Sensor nicht aktivieren. Denn Fehlalarme führen dazu, dass der Ernstfall womöglich unbemerkt bleibt. Idealerweise sollten die Sensoren nur auf Menschen reagieren. Viele Bewegungsmelder-Leuchten-Kombinationen haben übrigens einen integrierten Dämmerungssensor. So springt das Licht auf Wunsch erst nach Einbruch der Dunkelheit an.

Alternativen: Mit LED-Leuchten und Energiesparlampen lässt sich bei Bedarf auch eine kontinuierliche Außenbeleuchtung realisieren. Energiesparende LED-Leuchten funktionieren In der Kombination mit Solarpanels auch unabhängig von kabelgebundener Stromversorgung.

Licht im Innenbereich: Zeitschaltuhr und Smartphone-App suggerieren Anwesenheit

Ein durchgehend dunkles Haus wirkt auf Diebe wie eine Einladung. Außenbeleuchtung allein schreckt nicht hinreichend ab, denn organisierte Einbrecher kundschaften ihre nächsten Einbruchsziele vorher aus. Daher empfehlen Polizei und Sicherheitsexperten eine variable Beleuchtung in Haus und Wohnung.

Programmierbare Zeitschaltuhren oder eine Steuerung der Beleuchtung per Smartphone-App suggerieren von außen die Anwesenheit der Bewohner. Letzteres setzt ein funktionierendes Smart-Home-System voraus. Dafür können Sie je nach Lösung aber auf zusätzliche Funktionen zurückgreifen – und etwa weitere Komponenten wie Ihre Rollläden fernsteuern.

Tipp: Achten Sie auf Abwechslung. Für eine glaubwürdige Simulation sollte das Licht jeden Tag zu anderen Zeiten an- und ausgehen.

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