Wie finde ich eine Wohnung in Heidelberg?

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Eine aktuelle Auswertung des Statistischen Landesamtes Baden-Württemberg zeigt, dass Heidelberg zusammen mit Freiburg von 2011 bis 2016 die prozentual am stärksten wachsende Stadt des Bundeslandes war.

Entsprechend groß ist die Nachfrage nach Wohnungen. Wenn Sie aktuell eine Wohnung in Heidelberg suchen, sollten Sie folgende Tipps beachten.

  • Heidelberger Stadtteile und ihre Vorzüge
  • Wer kann mir bei der Wohnungssuche in Heidelberg helfen?
  • Wie bewerbe ich mich auf eine Wohnung in Heidelberg?
  • Was gibt es beim Umzug zu beachten?

Heidelberger Stadtteile und ihre Vorzüge

Egal, ob Sie innerhalb Heidelbergs umziehen oder als „Neigeplackter“ neu in die Stadt kommen: Überlegen Sie zuerst, wo Sie sich in Heidelberg niederlassen möchten.

Stadtteile wie die Altstadt, Neuenheim und Bergheim liegen zentral und haben eine sehr gute Verkehrsanbindung. Hier konzentrieren sich sowohl die Einkaufsmöglichkeiten als auch das Nachtleben Heidelbergs. Dagegen sind Stadtteile wie Handschuhsheim oder Wieblingen grüner und ruhiger.

Natürlich hängt die Wahl des Stadtteils von Ihrem zur Verfügung stehenden Budget ab, aber auch von folgenden Faktoren:

  • Wie wichtig ist Ihnen die Nähe zu Ihrem Arbeitsplatz?
  • Wohnen Sie lieber innenstadtnah oder im Grünen?
  • Wie wichtig ist Ihnen die Anbindung an öffentliche Verkehrsmittel?
  • Auf welche Geschäfte des täglichen Bedarfs sind Sie unbedingt angewiesen?
Tipp

: Im jüngsten Heidelberger Stadtteil Bahnstadt entstehen in den nächsten Jahren zahlreiche neue Wohnungen. Auch das Mark Twain Village soll bis zu 1.300 neue Wohnungen bieten, von denen 70 Prozent als preiswerter Wohnraum angeboten werden.

Wer kann mir bei der Wohnungssuche in Heidelberg helfen?

Das Durchforsten von Zeitungsanzeigen ist mühsam; wer aber schnell auf passende Anzeigen reagiert, sichert sich vielleicht einen Vorteil gegenüber anderen Anwärtern auf die Wohnung.

Informieren Sie sich auch im Internet. Hier finden Sie die Immobilien der lokalen Wohnungsgesellschaften und die Wohnungsanzeigen der großen Immobilienportale wie immowelt.de und immonet.de.

Studentinnen und Studenten auf Wohnungssuche können auf den Vermittlungsservice des Studierendenwerks Heidelberg zurückgreifen. Ergänzend stehen auf WGs spezialisierte Onlinedienste wie wg-gesucht.de und wohngemeinschaft.de zur Verfügung. Auch entsprechende Facebook-Gruppen sind eine gute Quelle für die Wohnungssuche in Heidelberg wie beispielsweise die Gruppe „WG & Wohnung Heidelberg gesucht“.

Halten Sie nicht zuletzt Augen und Ohren offen und reden Sie mit Bekannten, Freunden und Arbeitskollegen – manchmal können solche Gespräche zu Wohnungsvermittlungen unter der Hand führen.

Wie bewerbe ich mich auf eine Wohnung in Heidelberg?

Haben Sie interessante Wohnungen gefunden, sollten Sie sich schnellstmöglich darauf bewerben. Doch wie punkten Sie bei einem Vermieter oder Makler, der täglich zahlreiche Anfragen erhält?

Egal, ob schriftlich oder telefonisch: Auf die richtige Kontaktaufnahme kommt es an! Sprechen Sie Ihren Ansprechpartner mit der korrekten Anrede an und nennen Sie die Immobilie, die Sie interessiert. Vergessen Sie nicht, Ihren vollständigen Namen und Ihre Kontaktdaten anzugeben, wenn Sie um einen Terminvorschlag zur Besichtigung bitten.

Liefern Sie beim Erstkontakt gleich die wichtigsten Informationen über sich mit. Dazu zählen unter anderem ein kleiner Steckbrief zur Person und eine kurze Auskunft zum Einkommen.

Wenn es zu einem Besichtigungstermin kommt, achten viele Vermieter und Makler bei den potenziellen Mietern auf Pünktlichkeit, ein gepflegtes Äußeres sowie ordentliche Kleidung. Verhalten Sie sich höflich, aber immer authentisch. Stellen Sie interessierte Fragen.

Auch der Vermieter oder Makler wird Ihnen einige Fragen stellen. Diese sollten Sie wahrheitsgemäß beantworten, sofern sie in Zusammenhang mit dem Mietverhältnis stehen. Zulässige Fragen sind beispielsweise, ob Haustiere mit einziehen werden oder welchem Beruf Sie nachgehen. Fragen zu Vorstrafen, Parteimitgliedschaften oder zur ethnischen Zugehörigkeit müssen Sie nicht beantworten.

Mit einer sogenannten Bewerbermappe erhöhen Sie Ihre Chancen, sich von der Masse an Wohnungsbewerbern abzugrenzen. Die Bewerbermappe enthält einen kompakten Steckbrief, ein Motivationsschreiben, eine Selbstauskunft, eine Schufa-Auskunft und die letzten Gehaltsabrechnungen. Legen Sie, wenn zusätzlich gewünscht, eine Kopie Ihres Lichtbildausweises bei.

Geben Sie nicht auf, falls Sie die Wohnung aller Mühen zum Trotz nicht bekommen. Halten Sie stattdessen einen guten Kontakt mit dem Makler – vielleicht kann er Ihnen andere vergleichbare Wohnungen anbieten.

Was gibt es beim Umzug zu beachten?

Hat es mit einer Wohnung geklappt, sollten Sie die Zeit bis zum Umzug mit einigen wichtigen Aufgaben füllen:

Lesen Sie sich den Mietvertrag gründlich durch: Sind alle Personen, die in die Wohnung einziehen, im Mietvertrag angegeben? Sind die richtige Wohnungsgröße und die Ausstattung (Kelleranteil, Einbauküche, etc.) vermerkt? Entspricht die Miete der ortsüblichen Miethöhe? Gibt es eine beidseitige Kündigungsausschlussklausel? Gibt es eine Kleinreparaturklausel und eine Schönheitsreparaturklausel und sind sie auch wirksam?

Sind Sie sich bei einigen Punkten nicht sicher, konsultieren Sie einen Fachanwalt, der den Mietvertrag für Sie prüfen kann.

Nun sollten Sie sich überlegen, ob Sie mit einem Umzugsunternehmen oder in Eigenregie umziehen möchten. Oft hängt diese Entscheidung von der Distanz zwischen altem und neuem Wohnort und vom Budget ab.

In beiden Fällen ist es ratsam, die Kosten, die bei einem Umzug auf Sie zukommen, möglichst genau zu kalkulieren und gegebenenfalls zu vergleichen. Unter anderem fallen Kosten an für:

  • Renovierung der alten Wohnung
  • Umzugskartons und Verpackungsmaterial (bei Umzugskartons lieber gute Qualität statt billig kaufen)
  • Beauftragung des Umzugsunternehmens
  • Ummelden von Internet und Telefon
  • Einrichten einer Halteverbotszone
  • Mieten eines Transporters
  • Verpflegung oder Entlohnung der privaten Umzugshelfer

Entscheiden Sie nun, welche Gegenstände Sie in die neue Wohnung mitnehmen möchten und welche nicht – ein guter Zeitpunkt, um sich von nicht mehr Benötigtem zu trennen.

Denken Sie auch daran, sich umzumelden. In Heidelberg gibt es in fast jedem Stadtteil ein eigenes Bürgeramt. In diesen kleinen Rathäusern vor Ort können Sie sich als Neu-Heidelbergerinnen und -Heidelberger anmelden. Bei der Anmeldung wird Ihre neue Adresse nicht nur auf Ihrem Personalausweis vermerkt, sondern auch in den Fahrzeugschein und Fahrzeugbrief eingetragen. Dazu benötigen Sie die Versicherungsbestätigungsnummer, kurz VB-Nummer, Ihrer Kfz-Haftpflichtversicherung.

Neben der offiziellen Anmeldung des neuen Wohnorts in Heidelberg sollten Sie auch sämtlichen Vertragspartnern Ihre neue Anschrift mitteilen. Dazu zählen unter anderem folgende:

  • Banken und Versicherungen
  • Finanzamt
  • Arbeitsamt
  • GEZ
  • Familienkasse
  • Versorgungsanbieter (Strom, Wasser, Gas)
  • Gegebenfalls Bafög-Amt
  • Schulen und Kindergärten

Mit einem Nachsendeauftrag läuft zudem kein Brief an Ihre alte Adresse ins Leere.

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