Was ist passiert?

Vorsicht nach der Hitze: Zucchini aus dem eigenen Garten können giftig sein

Zucchini haben einen eher neutralen Geschmack. Schmecken sie plötzlich bitter, kann dies ein Hinweis auf Giftstoffe sein.
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Zucchini haben einen eher neutralen Geschmack. Schmecken sie plötzlich bitter, kann dies ein Hinweis auf Giftstoffe sein.

Zucchini sind für Hobbygärtner das perfekte Gemüse, um die eigenen Garten-Künste zu testen. Aber bei einer Sache müssen Sie vorsichtig sein - sonst drohen Vergiftungen.

Zucchini gilt als gesundes Gemüse mit zahlreichen Nährstoffen wie Calcium, Eisen, Magnesium und zahlreichen Vitaminen. Obendrein eignet sich das Gewächs perfekt für den heimischen Gartenanbau, da es sehr pflegeleicht ist. Allerdings sollten Hobbygärtner auf eine Sache ein Auge haben - denn Zucchini bilden unter bestimmten Bedingungen einen Giftstoff.

In der Familie der Kürbisgewächse und der Braunwurzgewächse kann der Giftstoff Cucurbitacin auftreten - zu ihnen gehören auch Zucchini. Bei Zucchini, die im Supermarkt angeboten werden, wurde dieser Giftstoff herausgezüchtet, doch bei der Aufzucht im Garten mit eigenen Samen kann sich das Gift wieder bilden.

Zucchini im Garten anbauen: In diesen Fällen kann sich der Giftstoff Curcurbitacin bilden

Unter zwei verschiedenen Umständen können Kürbisgewächse den Giftstoff Curcurbitacin bilden:

  1. Bei hohen Temperaturen: Das Gemüse gerät bei Hitze unter Stress - was wiederum die Produktion des Giftstoffs begünstigt.
  2. Bei der Aufzucht neben Kürbisgewächsen: Durch die Nähe kann es zu Rückkreuzungen kommen, wobei wieder Zucchini mit Curcurbitacin entstehen können.

Um zu vermeiden, dass Zucchini im Eigenanbau den gefürchteten Giftstoff bilden, sollten Sie nur Samen aus dem Handel verwenden. Diese gelten als sicher. Die Verbraucherzentrale warnt allerdings davor, dass auch Supermarkt-Zucchini durch äußere Faktoren wie Trockenstress oder Verletzungen Curcurbitacin bilden können. Von Samen, die aus dem eigenen Anbau von Zucchini oder Kürbisgewächsen entstehen, sollten Sie generell die Finger lassen, da es auch hier zur Rückkreuzungen oder -mutationen kommen kann.

Woran erkennt man, ob eine Zucchini giftig ist?

Giftige Zucchini erkennen Sie üblicherweise an einem bitteren Geruch oder bitteren Geschmack. Dabei bringt es auch nichts, die Zucchini im Topf zu kochen, da der Giftstoff selbst bei hohen Wassertemperaturen nicht zerstört werden kann. Sobald Ihnen ein bitterer Geruch oder Geschmack an dem Gemüse auffällt, sollten Sie es sofort entsorgen oder den Bissen wieder ausspucken - ebenso die bereits zubereiteten Gerichte.

Video: Leckere Zoodles & Co. - So klappen eure Gemüsenudeln aus Zucchinis

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Wie gefährlich ist der Giftstoff in der Zucchini?

Je nach Menge des Giftstoffes, der in den Körper gelangt ist, können die Auswirkungen unterschiedlich ausfallen. Zu den Symptomen gehören Übelkeit, Unwohlsein, Erbrechen und Durchfall, im schlimmsten Fall kann es auch zu blutigen Durchfällen kommen. 2015 starb ein Rentner sogar, nachdem er einen Auflauf aus selbstgezüchteten Zucchini aß und den bitteren Geschmack ignorierte. Einen tödlichen Verlauf nimmt es aber nur in den seltensten Fällen. Wahrscheinlicher ist ein Verlauf wie der Fall einer Rentnerin aus Schleswig-Holstein. Diese musste nach nur einem Stück giftiger Zucchini ins Krankenhaus.

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Diese zehn Fehler können Ihren Garten ruinieren

Gießen Sie Ihren Garten eher abends? Dann machen Sie es falsch. Denn es ist immer noch so heiß, dass der Großteil der Feuchtigkeit verdunstet. Deshalb ist die Mittagszeit auch der schlechteste Zeitpunkt, um die Gießkanne auszupacken. Am besten ist es, die Pflanzen morgens gegen sechs Uhr zu bewässern.
Oft wird beim Gießen nicht besonders darauf geachtet, wieviel Wasser die Pflanzen eigentlich individuell benötigen. So brauchen Sie mediterrane Pflanzen meist nicht so stark bewässern, da sie schwüles Wetter gewöhnt sind. Als Faustregel gilt: Je größer die Blätter, umso mehr Wasser benötigt die Pflanze.
Die meisten Hobbygärtner verlassen sich bei der Gartenpflege auf den Rasenmäher mit Fangkorb. Doch dadurch lassen Sie sich eine einfache Gelegenheit den Rasen zu düngen und vor der Hitze zu schützen, durch die Lappen gehen. Lassen Sie stattdessen den Schnitt als Mulch auf dem Rasen liegen - er versorgt ihn mit Nährstoffen und speichert Feuchtigkeit für heiße Tage.
Topfpflanzen bekommen meist genauso viel Zuwendung, wie alle anderen Pflanzen im Garten - doch das ist ein Fehler. Sie brauchen mehr Wasser, da sie von weniger Erde umgeben sind, die die Feuchtigkeit speichern kann. Deshalb müssen Sie täglich ausgiebig bewässert werden. Um die weggewaschenen Nährstoffe wieder herzustellen, brauchen Topfpflanzen zudem eine regelmäßig Düngung.
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